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Festliche Zeremonie
Prinzessin Charlotte protestiert nur kurz gegen die Taufe

Prinzessin Charlotte hat keine Lust auf Taufe
Prinzessin Charlotte hat keine Lust auf Taufe FOTO: ap
London. Neun Wochen nach ihrer Geburt hat die kleine Tochter von Prinz William und Herzogin Kate an diesem Sonntag ihren zweiten großen Auftritt. Vor ihrer Taufe tat sie sich mit allerdings königlicher Würde noch ein bisschen schwer. 

Die Taufe für Prinzessin Charlotte fand in einer Kirche auf dem königlichen Landsitz Sandringham statt. Die Eltern Prinz William und Herzogin Kate erschienen mit einem traditionellen Kinderwagen vor der Kirche. Auch Prinz George war dabei, brav an der Hand seines Vaters.

Als Kate das Töchterchen vor der Kirche aus dem Wagen holte und auf den Arm nahm, reagierte die allerdings etwas ungehalten. Bilder zeigten, wie sie den Mund verzog und offenkundig protestierte.

Der Taufe als solcher stand das freilich nicht im Wege. Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, taufte die Kleine nach anglikanischem Ritus und mit Wasser aus dem Jordan. Sie trägt den Namen Charlotte Elizabeth Diana. Die Prozedur selbst soll Charlotte im Übrigen ohne großes Gezeter bestanden haben - ganz im Gegensatz zu ihrer Großmutter. Königin Elizabeth II. soll so sehr geschrien haben, dass die Queen Mum sie mit Dillsamen-Öl beruhigen musste.

Die Prinzessin - in der Thronfolger die Nummer vier - wurde für die Zeremonie in eine Nachbildung des königlichen Taufkleides von 1841 mit Spitzen und Satin gehüllt. Auch ihr knapp zwei Jahre älterer Bruder George trug bei seiner Taufe dieses Gewand.

um Taufgottesdienst war nur der kleinste Familienkreis zugelassen: Neben den Eltern William und Kate sowie den Paten und ihren Partnern kamen nach Angaben des Kensington Palastes zum Gottesdienst noch Queen Elizabeth II. und ihr Mann Prinz Philip sowie die Großeltern des Kindes, Prinz Charles und seine Frau Camilla. Auch Kates Eltern Carole und Michael Middleton waren anwesend, ebenso wie Kates Geschwister Pippa und James. Wie William und Kate am Sonntagmorgen mitteilten, hat Charlotte fünf Paten: Williams Cousine Laura Fellowes, Kates Cousin Adam Middleton und drei Freunde des Ehepaares. 

Trotz des vergleichsweise familiären Rahmens steckte die Zeremonie voller Symbolik. Nicht nur mit der Auswahl der Taufkirche zollte Prinz William seiner 1997 gestorbenen Mutter Prinzessin Diana Tribut: In St. Mary Magdalene, wo sich die Royals alljährlich zu Weihnachten versammeln, war die kleine Diana Spencer einst ebenfalls getauft worden. Mit Laura Fellowes wurde auch eine Nichte Dianas zu einer der Taufpatinnen bestimmt. 

Die Feier war klein - aber fein. Prinzessin Charlotte trug wie schon ihr Bruder George eine handgearbeitete Kopie des traditionsreichen königlichen Taufkleides, angefertigt von Queen-Schneiderin Angela Kelly. Bis vor 2008, als Prinz Edwards Sohn James getauft wurde, trugen die Königskinder noch das 1840 gefertigte Original. Dann wurde die Replika aus Spitze und Satin gefertigt, damit das gute Stück für die Ewigkeit konserviert werden kann. 

Eigens für die Taufe wurde auch die Schatzkammer der Kronjuwelen im Londoner Tower geöffnet. Ein silberner Kelch in Form eines Brunnens, der sogenannte "Lily Font", trug das Taufwasser. Den Brunnen hatten einst Königin Victoria und ihr deutscher Ehemann Prinz Albert für ihre älteste Tochter Victoria anfertigen lassen. Es ist das erste Mal, dass er London verlässt. Das Taufwasser wurde aus dem Jordan geschöpft - ein Geschenk des Königshauses von Jordanien an die Royals. 

Beim Fünf-Uhr-Tee ging es in Sandringham dann wieder sparsamer zu.
Die Royals reichten ihren Gästen ein "Stockwerk" ihrer achtstöckigen Hochzeitstorte aus dem Jahr 2011. Die war damals schon in weiser Voraussicht so gebacken worden, dass einzelne Teile konserviert werden konnten. 

(AFP AP dpa)
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