35 Grad minus - Kinder und Alte hatten nur Plastikplanen: Afghanistan: 110 Menschen in Flüchtlingslagern erfroren
zuletzt aktualisiert: 31.01.2001 - 10:10Islamabad (AP). In Flüchtlingslagern im Westen Afghanistans sind in einer Nacht mindestens 110 Menschen erfroren. Die Vereinten Nationen erklärten am Mittwoch, die meisten Opfer seien Kinder und ältere Menschen.
Die Menschen hätten nur Plastikplanen zur Verfügung gehabt, um sich in der Nacht zum Dienstag bei Temperaturen von 25 Grad unter Null warm zu halten. Die Flüchtlinge kamen im vergangenen Juli nach Herat, nachdem die schlimmste Dürre in 30 Jahren ihre Ernte zerstört hatte. Die Vereinten Nationen haben um internationale Hilfe in Höhe von 3,5 Millionen Dollar für die Menschen gebeten. Nach Angaben der Organisation trafen jedoch nur 200.000 Dollar in Afghanistan ein. In den Flüchtlingslagern teilen sich 5.000 Familien 1.700 Zelte.
Quelle: RPO Archiv
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