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Ansbach
Ansbacher Amokschütze wollte auf Werwölfe schießen

Ansbach. Ein Amokschütze aus Mittelfranken kommt wegen zweifachen Totschlags in ein psychiatrisches Krankenhaus. Nach Überzeugung des Landgerichts Ansbach hat der 48-Jährige im vergangenen Sommer in zwei Ortsteilen von Leutershausen zuerst eine 82-jährige Frau und danach einen 72 Jahre alten Radfahrer erschossen. Dann fuhr er weiter und schoss auf eine Autofahrerin und einen Traktorfahrer, verfehlte sie aber. Die Fälle wertete das Gericht als versuchten Totschlag.

In seiner Urteilsbegründung sagte der Richter, der 48-Jährige leide an einer schweren paranoiden Schizophrenie. Er habe geglaubt, sich auf Weisung von Kanzlerin Merkel gegen Werwölfe verteidigen zu müssen. In einer Art "Endzeitstimmung" habe der Sportschütze seinen Feldzug gestartet. "Er war nicht mehr Herr seiner Sinne, war im juristischen Sinne schuldunfähig."

(dpa)
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