Alle Panorama-Artikel vom 22. September 2014
Polizei ermittelt

Hakenkreuz in Goslarer Fußgängerzone

In Goslar hat ein Hakenkreuz im neuen Straßenpflaster der Fußgängerzone für Aufregung gesorgt. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisation ein, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Passanten hatten das mit roten Pflastersteinen deutlich sichtbar verlegte Hakenkreuz am Wochenende entdeckt. Die Nachricht samt Bild habe sich dann rasch über soziale Netzwerke verbreitet, sagte der Polizeisprecher. Als die Beamten am Sonntagnachmittag am Tatort eintrafen, konnten sie allerdings nichts mehr feststellen. Die Stadt Goslar, die ebenfalls informiert wurde, hatte das Hakenkreuz sofort entfernen lassen. mehr

Bei Offenbach

A3 wird wegen Blindgänger-Gefahr gesperrt

Die vielbefahrene Autobahn 3 (Köln-Würzburg) wird in der Nacht zum Mittwoch bei Offenbach in beide Richtungen gesperrt. Nach der Sprengung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg vor rund fünf Wochen werden 50 Verdachtsstellen auf Blindgänger untersucht, wie eine Sprecherin des Straßen- und Verkehrsmanagements Hessen Mobil am Montag mitteilte. Die Sperrung beginnt am späten Dienstagabend um 23.00 Uhr und endet am Mittwochmorgen um 5.00 Uhr. Wenn dieser Zeitraum nicht ausreiche, werde die Autobahn zwischen dem Kreuz Offenbach und der Anschlussstelle Obertshausen - mehrere Kilometer östlich vom Frankfurter Flughafen - auch in den folgenden Nächten gesperrt. mehr

Nußdorf

Kiloweise Sprengstoff im Garten vergraben

Bei Gartenarbeiten hat ein 32-jähriger Mann im oberbayrischen Nußdorf 3,5 Kilo des hochexplosiven Sprengstoffs TNT entdeckt. Rasch fiel der Verdacht auf den Nachbarn. Der 75-jährige Rentner wurde daraufhin festgenommen, so das Landeskriminalamt. Der Hintergrund sei noch völlig offen, sagte ein Polizeisprecher. Der 32-Jährige hatte den Sprengstoff am Freitag in seinem Garten entdeckt und die Behörden alarmiert. Sofort rückten Einsatzkräfte an. Die Menschen im Nußdorfer Ortsteil Sondermoning konnten kurz vor Mitternacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, nachdem der Sprengsatz entschärft worden war. mehr

Bonn

Seit 40 Jahren im Kampf gegen Krebs

"Ohne die Deutsche Krebshilfe würde ich hier nicht sitzen", sagt Ursel Wirz. Mitte der 90er Jahre wurde die heute 48-Jährige in ein Früherkennungsprogramm für Frauen mit erblichem Brustkrebs aufgenommen - nachdem bereits Mutter, Tante und Zwillingsschwester erkrankt waren. Finanziert wurde dies von der Deutschen Krebshilfe. Ein Jahr später wurde auch bei Ursel Wirz ein Tumor entdeckt. Allerdings so früh, dass der Krebs vollständig geheilt werden konnte. Dies ist eine von vielen Erfolgsgeschichten aus der 40-jährigen Geschichte der Deutschen Krebshilfe. mehr

Bochum/Bielefeld

Echte Freunde trotz Internet wichtiger

Auch in Zeiten boomender sozialer Netzwerke wie Facebook hat der "echte" Freund noch lange nicht ausgedient. Einer aktuellen Studie zufolge bewerten Kinder und Jugendliche den Wert von Freunden, die sie auch außerhalb des Internets treffen, höher als den von überwiegend online gepflegten Freundschaften. Entwicklungspsychologe Michael Glüer von der Universität Bielefeld wird die Ergebnisse auf einem fünftägigen Kongress der Deutschen Psychologen Gesellschaft vorstellen. mehr

Berlin

Überfall auf Geldboten vor Apple-Laden am Ku'damm

Mitten im Geschäfts-trubel haben Räuber einen Geldtransporter vor dem Apple-Store auf dem Kurfürstendamm in Berlin überfallen. Die drei maskierten Täter bedrohten am Samstagnachmittag den Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens mit einer Schusswaffe, als dieser aus dem Geschäft kam. Zeugen hätten gesehen, wie die Räuber den Mann in seinen offenen Transporter schubsten. Dort nahmen sie ihm eine Geldkassette und seine Dienstwaffe ab. Die Räuber flüchteten in einem Wagen, in dem ein weiterer Komplize wartete. Das Auto war laut Polizei mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs. Kurz nach dem Überfall brannte es auf einem Parkplatz an der nahe gelegenen Bundesallee aus. Dort seien die Räuber nach Zeugenangaben in einen weißen Wagen umgestiegen und Richtung Bundesplatz gefahren. mehr

München

Das Bayerische Fernsehen wird 50 Jahre alt

Dieses Fernsehprogramm ist heute kaum vorstellbar: Als das "Studienprogramm" des Bayerischen Rundfunks am 22. September 1964 zum ersten Mal auf Sendung ging, meldete sich erst einmal die Politik zu Wort. Um 20.15 Uhr liefen Reden von Ministerpräsident Alfons Goppel (CSU) und Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU). Das "Studienprogramm" des BR wurde damit zum ersten der "Dritten Programme" in Deutschland. Wenige Wochen später folgte der Hessische Rundfunk (5. Oktober 1964), NDR und WDR kamen 1965 dazu. "Gedacht waren sie als eine Art Spezialergänzung. Mittlerweile sind sie durchweg Vollprogramme mit höherem Anteil der regionalen Information", sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Romy Fröhlich von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Heute sind die bekanntesten BR-Formate neben der "Abendschau" das Bergsteiger-Magazin "Bergauf-Bergab", die Heimat-Soap "Dahoam is dahoam" oder die kultige "Space Night". mehr

Manila

Tote bei Tropensturm auf den Philippinen

Rund 20 000 Menschen waren gestern auf der Flucht vor dem Tropensturm Fung-Wong. Auf den Philippinen hat er mindestens zehn Einwohner das Leben gekostet, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Der Sturm fegte über die Hauptstadt Manila und die nördlichen Provinzen des Inselstaates hinweg und löste schwere Überschwemmungen aus. In Manila wurden Schulen, Behörden und Märkte wegen Hochwassers geschlossen. In einigen Gegenden standen die Fluten bis zu zwei Meter hoch. Zeitgleich kämpfte der Inselstaat mit den Schäden einer Erdbebenserie, die den Süden des Landes am Wochenende erschütterte. mehr