Alle Panorama-Artikel vom 30. Juli 2015
Leipzig

Urteil zu Hinweis auf Legasthenie in Abi-Zeugnis

Wird einem Legastheniker beim Abitur die Möglichkeit eingeräumt, seine Rechtschreibung nicht zu bewerten, dann darf dies im Zeugnis vermerkt werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Drei Abiturienten aus Bayern hatten geklagt: In ihrem Zeugnis stand, dass wegen einer "fachärztlich festgestellten Legasthenie" die Rechtschreibleistung nicht gewertet worden sei. Dadurch fühlten sie sich diskriminiert. Die Richter urteilten, die Schüler hätten sich für den "Notenschutz" entschieden. Dadurch wären die allgemeinen Bewertungsmaßstäbe für sie außer Kraft gesetzt. Dies stelle jedoch eine Ungleichbehandlung mit anderen Legasthenikern dar, die auf den Notenschutz verzichteten und schlechtere Noten riskierten. Deshalb sei es statthaft, die Nichtbeurteilung zu vermerken. mehr

Professoren-Leben

Immer nur befristet

Alle sind sich einig: Es gibt Regelungen, die sich - obwohl ursprünglich zum Schutz der Beschäftigten erlassen - in der Praxis genau gegen diejenigen richten, die eigentlich dadurch geschützt werden sollen. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz scheint so ein Fall zu sein. Es erlaubt, dass Nachwuchswissenschaftler sechs Jahre vor der Promotion und noch einmal sechs Jahre nach einer Promotion zeitlich befristet beschäftigt werden dürfen. Länger ist im Regelfall nicht erlaubt. Die Hochschule als Arbeitgeber soll sich entscheiden: Wenn sie jemanden wirklich dauerhaft braucht, dann soll er oder sie auch unbefristet beschäftigt werden. mehr