Alle Panorama-Artikel vom 25. November 2014
Bad Oldesloe

Bahn überrollt Auto: Fahrer getötet

Eine Regionalbahn hat bei Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein ein Auto überrollt und etwa 500 Meter mitgeschleift. Der Fahrer oder die Fahrerin wurde getötet, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Dienstag sagte. In der Bahn waren zum Zeitpunkt des Unglücks etwa 250 Fahrgäste. Sie konnten erst nach Stunden den Zug verlassen und wurden dann mit Bussen und Taxis weiter gefahren. Die Bahnstrecke Hamburg-Lübeck wurde komplett gesperrt. Nach ersten Erkenntnissen war der Wagen über einen defekten Bahnübergang gefahren. Normalerweise sperre ein Bahnmitarbeiter bei näherkommenden Zügen den Übergang mit einem Band ab. Die Polizei will nun klären, ob es zum Unfallzeitpunkt keine Absperrung gab. mehr

Georg-August-Zinn-Preis

SPD ehrt Publizisten Stefan Aust für sein Lebenswerk

Der Publizist Stefan Aust ist für sein Lebenswerk als Journalist und Autor mit dem Georg-August-Zinn-Preis der hessischen SPD geehrt worden. Aust habe als "Spiegel"-Chefredakteur und mit dem Fernsehformat "Spiegel TV" die Publizistik in Deutschland geprägt und Maßstäbe gesetzt, sagte SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel am Dienstag in Wiesbaden laut einem vorab verbreiteten Redetext. Als Buchautor habe er mit dem "Baader-Meinhof-Komplex" über die RAF-Zeit und zuletzt mit "Heimatschutz" zur Aufarbeitung der NSU-Mordserie sehr wichtige Werke zur jüngeren deutschen Geschichte verfasst. Der Georg-August-Zinn-Preis ist mit 5000 Euro dotiert und erinnert an den hessischen SPD-Ministerpräsidenten Zinn, der von 1950 bis 1969 regierte. Letzter Preisträger vor zwei Jahren war Jürgen Habermas. mehr

Küstenwache

Hunderte Flüchtlinge treiben vor Kreta im Mittelmeer

Nach dem Ausfall seiner Maschine treibt ein Frachter mit hunderten Flüchtlingen an Bord vor der griechischen Insel Kreta im Mittelmeer. "Wir schätzen, dass sich zwischen 500 und 700 Menschen an Bord befinden", sagte eine Sprecherin der Küstenwache am Dienstag. Demnach treibt der Frachter "Baris", der unter der Flagge von Kiribati fährt, seit dem Morgen rund 50 Kilometer südöstlich von Kreta. Es gebe starken Wind, und das Wetter verschlechtere sich, sagte die Sprecherin. Demnach befinden sich fünf Schiffe in der Gegend, darunter ein griechisches Marineschiff. Entweder würden die Flüchtlinge an Bord genommen oder der Frachter in einen Hafen geschleppt, sagte die Sprecherin. mehr

Stärke 5,6

Erdbeben erschüttert Provinz in Südwestchina

Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat am Dienstag die südwestchinesische Provinz Sichuan erschüttert. Das Zentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in elf Kilometern Tiefe im bergigen Nordwesten von Sichuan, etwa 25 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Erst am Samstag war die Region von einem Beben der Stärke 5,9 erschüttert worden, dabei waren fünf Menschen ums Leben gekommen und dutzende weitere Menschen verletzt worden. Im Mai 2008 hatte ein Beben der Stärke 7,9 schwerste Verwüstungen in Sichuan angerichtet, damals waren rund 80.000 Opfer zu beklagen. mehr

San Francisco

Fensterputzer stürzt von Hochhaus auf fahrendes Auto

Ein Fensterputzer im kalifornischen San Francisco hat Glück im Unglück gehabt: Der Mann überlebte den Sturz aus der elften Etage eines Hochhauses. Er sei nach dem Aufprall mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Der Mann überlebte den Sturz, weil er nicht auf dem Asphalt, sondern auf einem langsam fahrenden Auto aufschlug, so der Lokalsender KTVU. "Es ging viel Glas zu Bruch, und es gab einen lauten Knall", sagte ein Augenzeuge. mehr

Hamburg

Zuschauerzahlen bei Arte auf Wachstumskurs

Der Sender Arte startet mit einer positiven Bilanz ins nächste Jahr: Um zehn Prozent sind 2014 nach Senderangaben die Zuschauerzahlen gewachsen. Arte sei mit einem Marktanteil von einem Prozent auf dem Höhepunkt der bisherigen Entwicklung, sagte Vizepräsident Gottfried Langenstein. In Frankreich liege der deutsch-französische Kulturkanal bei mehr als zwei Prozent. "Unsere Reichweite ist in Deutschland auf über neun Millionen gestiegen, in Frankreich auf über zwölf Millionen", sagte Langenstein. Die digitale Welt bekomme dem Sender gut. mehr

Köln

Frauen sind anfälliger für Alkohol-Leberschäden

Frauen sollten beim Genuss von Alkohol besonders zurückhaltend sein. Sie sind doppelt so anfällig für alkoholbedingte Leberschäden wie Männer. Das teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit. Um Gefahren für die Leber zu minimieren, trinken Frauen am besten pro Tag nicht mehr als ein Glas Bier, Wein oder einen Schnaps. An zwei Tagen pro Woche sollten sie ganz auf Alkohol verzichten. Für Männer gelten etwas andere Grenzwerte. Bei ihnen ist auch bei maximal zwei Gläsern Bier oder Wein oder zwei Schnäpsen pro Tag das Risiko für gesundheitliche Schäden noch relativ gering. Trotzdem sollten auch sie an zwei Tagen pro Woche keinen Alkohol anrühren. Wer dauerhaft zu viel Alkohol trinkt, riskiert massive Schädigungen der Leber. mehr

São

Deutscher Betrüger in Brasilien festgenommen

Paulo (dpa) Die brasilianische Polizei hat einen 66-jährigen Deutschen festgenommen, der sich seit Jahren unter falschem Namen als ranghoher Geistlicher ausgegeben haben soll. Die Festnahme erfolgte bereits vergangene Woche, wie die zuständige Polizeistation jetzt mitteilte. Der Mann solle nach Deutschland ausgewiesen werden. Er habe sich unter anderem als Bischof von Osnabrück, Kardinal und apostolischer Visitator ausgegeben und auch Messen zelebriert. mehr

Potsdam

Klimawandel erschwert Kampf gegen Armut

Vor den Folgen des Klimawandels für die ärmsten Bevölkerungsgruppen der Welt haben Forscher und Weltbank-Chef Jim Yong Kim eindringlich gewarnt. Umweltfreundlicher öffentlicher Verkehr, saubere Energie sowie energiesparende Fabriken und Gebäude müssten gefördert werden, betonte Kim. Die Auswirkungen des Klimawandels werden vor kaum einer Region der Welt haltmachen, schließt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) aus einem Report, den es für die Weltbank erstellt hat. mehr