Alle Panorama-Artikel vom 5. März 2015
Nach Anschlag auf Geheimdienstgebäude

Heftige Kämpfe mit Dutzenden Toten in Aleppo

Nach dem Anschlag auf ein Geheimdienstgebäude in Aleppo haben sich Rebellen und Regierungstruppen in der nordsyrischen Stadt am Donnerstag heftige Gefechte geliefert. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab es dutzende Tote. Allein bei einem Fassbomben-Angiff der Armee seien mindestens 18 Zivilisten getötet worden. Russland kündigte unterdessen neue Gespräche über einen Ausweg aus dem fast vierjährigen Bürgerkrieg an. mehr

Drogenkartell Los Zetas

Mexikanische Polizei schnappt berüchtigten Kartell-Boss Treviño

Der mexikanischen Polizei ist ein wichtiger Schlag gegen das brutale paramilitärische Drogenkartell Los Zetas gelungen: Zetas-Anführer Omar Treviño, bekannt als "Z-42", sei am Mittwoch festgenommen worden, sagten zwei Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Der Zugriff sei am frühen Morgen in San Pedro Garza García erfolgt, einer Vorstadt der Industriemetropole Monterrey im nordöstlichen Bundesstaat Nuevo León. mehr

Bochum

22 Festnahmen bei Razzia gegen Rocker "Gremium MC"

Die Polizei hat bei einer Razzia im Ruhrgebiet 22 Rocker vorläufig festgenommen. Die Aktion richte sich gegen die Rockergruppe "MC Gremium", teilte ein Polizeisprecher in Bochum mit. Mehrere hundert Polizisten seien im Einsatz gewesen und hätten 25 Objekte durchsucht. Dabei seien scharfe Schusswaffen, verbotene Gegenstände, Rauschgift, Bargeld und andere Beweismittel sichergestellt worden. Nun werde geprüft, ob einige der Festgenommenen einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Beamten rückten am frühen Morgen zeitgleich in Bochum, Herne, Witten, Marl, Castrop-Rauxel, Duisburg, Kamp-Lintfort und Gelsenkirchen an. mehr

Hannover

Acht von zehn nehmen Studium auf

Wer die Schule mit einer Studienberechtigung verlässt, wechselt mit großer Wahrscheinlichkeit auch an die Hochschule. Das geht aus einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hervor. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung von Personen, die im Schuljahr 2007/2008 die Hochschulreife erworben haben. Viereinhalb Jahre nach dem Schulabschluss hatten fast acht von zehn (78 Prozent) ein Studium aufgenommen. Weitere zwei Prozent hatten es fest vor. mehr

Hamburg

"heute-journal" verzichtet auf IS-Bilder

Das "heute-journal" nutzt nach Angaben von Moderator Claus Kleber bewusst keine schockierenden Bilder von Terror-Aktionen des Islamischen Staates (IS) und Boko Haram. "Die grausamen Bilder des Terrors sind Instrumente in den Händen von IS und Boko Haram, mit denen sie ihre Macht über die Herzen und Köpfe der Menschen absolut machen wollen", sagte Kleber der "Hörzu". Mehr als jeder dritte Zuschauer empfindet die Fernsehnachrichten in letzter Zeit als immer schlimmer. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift. 70 Prozent finden es gut, wenn die Nachrichtenredaktionen bewusst auf Schockfotos verzichten. mehr

Düsseldorf

Studie: Leistungen der Fachhochschulen werden unterschätzt

Was leisten Hochschulen jenseits von Forschung und Lehre? Dieser Frage nach der sogenannten "Third Mission" geht eine aktuelle Publikation des CHE Centrum für Hochschulentwicklung nach. Das Ergebnis zeigt: Aktivitäten wie Kooperationsprojekte mit zivilgesellschaftlichen Partnern, Weiterbildung oder regionales Engagement sind an Fachhochschulen bereits Bestandteil ihres Leistungsspektrums. Die Besonderheit und damit das in diesen Leistungen steckende Potenzial wird jedoch oft von den Fachhochschulen selbst nicht wahrgenommen. mehr

Düsseldorf

Anne Gesthuysen als Gastmoderatorin zurück

Moderatorin Anne Gesthuysen wird für zwei Wochen (9. März bis 13. März und 23. März bis 27. März) zusammen mit Martin von Mauschwitz die WDR-Sendung "Aktuelle Stunde" moderieren. Damit kehrt sie nach über zehn Jahren an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Bereits in den Jahren von 1997 bis 1999 und von 2001 bis 2004 war sie eines der Gesichter der "Aktuellen Stunde". Den Zuschauern ist sie zudem als langjährige Gastgeberin des "ARD Morgenmagazins" bekannt. Von dort hatte sie sich Ende letzten Jahres verabschiedet, um mehr Zeit für ihren zweiten Roman zu haben. mehr

Essen

ThyssenKrupp will Beitz-Bungalow verkaufen

Auf einem drei Hektar großen Grundstück mit Blick auf den Baldeneysee liegt das Privathaus, in dem Berthold und Else Beitz sechs Jahrzehnte lang wohnten. Der Bungalow im Essener Stadtteil Bredeney steht seit dem Tod der Witwe des ehemaligen Krupp-Chefs im vergangenen September leer und soll nun verkauft werden. Wie eine Sprecherin von ThyssenKrupp bestätigte, sei das Exposé fertiggestellt. Bald werde mit der Vermarktung begonnen. Man sei zuversichtlich, dass es mehrere Interessenten geben werde. Über den Schätzwert des Hauses sowie die genaue Quadratmeterzahl macht das Unternehmen keine Angaben. Insidern zufolge dürfte das Anwesen in bester Lage im Essener Süden Millionen Euro wert sein. mehr

Hannover

Wechsel in eine Lehre nur aus Überzeugung

Das Studium abbrechen und in eine Lehre wechseln? Das kommt infrage, wenn sich jemand an der Uni nicht wohl fühlt oder das Studium zu schwer ist. Solch ein Schritt sollte allerdings im- mer aus Überzeugung geschehen, sagte Peter Gronostaj kürzlich auf der Bildungsmesse Didacta. Er ist Projektleiter von Switch in Aachen. Switch unterstützt Studienabbrecher dabei, in eine duale Ausbildung zu wechseln. Die Betriebe stellten niemanden gerne ein, für den die Ausbildung eine Verlegenheitslösung ist, sagte Gronostaj. mehr

Wiesbaden

Mehr Erstsemester in Informatik

Die Zahl der Studienanfänger in Informatik ist im Studienjahr 2014 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Darauf weist die Gesellschaft für Informatik hin. Sie bezieht sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Diese Steigerung läuft gegen den fächerübergreifenden Trend: Insgesamt ist die Zahl der Studienanfänger um 1,9 Prozent gesunken. Informatik ist dabei nach wie vor eine Männerdomäne: Im Studienjahr 2014 waren unter den 34 274 Anfängern nur 7691 Frauen. mehr

Krefeld

Polizei: Autofahrer filmt und verletzt Mädchen in Krefeld

Ein Autofahrer soll in Krefeld ein neunjähriges Mädchen mit seinem Handy gefilmt und dabei angefahren haben. Das Mädchen sei auf dem Weg zur Schule gewesen und dabei leicht verletzt worden, berichtete die Polizei gestern. Zeugen hätten beobachtet, wie der dunkelblaue Kleinwagen das Kind streifte und dann davonfuhr. Das Mädchen sagte, es habe gesehen, wie der Mann es mit seiner Handykamera gefilmt habe. Die Polizei will den Bereich nun verstärkt kontrollieren. Die Polizei schloss nicht aus, dass der Unbekannte durch das Handy bloß abgelenkt gewesen sein könnte. Der Gehweg sei an besagter Stelle nicht durch einen Bordstein von der Fahrbahn getrennt. mehr

Heidelberg

Gewichtheber Steiner beherrscht Hebefiguren

Gewichtheber Matthias Steiner fühlt sich heute beweglicher als in seiner Zeit als Profi. "Zum Glück bin ich kein Leistungssportler mehr - dann wären die Muskeln wohl im Weg", sagte Steiner. Der 32-jährige "absolute Tanz-Anfänger" tanzt in der neuen Staffel der RTL-Show "Let's Dance". "Was die Kraft angeht, ist so eine Hebefigur natürlich kein Problem", betonte er. Herausforderung sei für ihn dabei viel mehr, die Balance zu halten. 14 Tänzerinnen und Tänzer werden sich in der achten "Let's Dance"-Staffel aufs Parkett wagen. Der neue Durchgang mit zwölf Folgen beginnt am 13. März. mehr

Berlin

Studie: Arme Kinder sind häufiger krank

Kinder aus armen Familien sind einer neuen Studie zufolge öfter krank als ihre bessergestellten Altersgenossen. Der Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit einem niedrigen sozialen Status ist bei etwa jedem Zehnten "mittelmäßig bis sehr schlecht", wie aus der gestern in Berlin vorgestellten Untersuchung des Robert-Koch-Institutes hervorgeht. Bei Gleichaltrigen aus der mittleren und hohen Statusgruppe treffe dies nur auf sechs bis drei Prozent zu. Ein Grund könnte laut der Langzeitstudie sein, dass Heranwachsende aus Familien mit niedrigem Sozialstatus seltener Früherkennungsprogramme und Kontrolluntersuchungen nutzen. mehr

Neu Delhi

Doku über Vergewaltigungen wird nicht gezeigt

Eine britisch-indische Dokumentation über Vergewaltigungen in Indien darf auf dem Subkontinent vorerst nicht gezeigt werden. Gegen "Indiens Tochter" wurde eine einstweilige Verfügung ausgesprochen. Der Film "beleidigt die Sittsamkeit von Frauen und gefährdet den Frieden", sagte Polizeisprecher Rajan Bhagat. In der Doku spricht die Filmemacherin Leslee Udwin mit einem der Vergewaltiger und Mörder einer Studentin in einem Bus vor zwei Jahren. In dem Gespräch sagt der zum Tode verurteilte Mann, die Schuld für das Verbrechen liege beim Opfer. Der Film sei ein Affront gegen die Würde der ermordeten Frau, sagte Innenminister Rajnath Singh. Der Film soll zum Frauentag am Sonntag in mehreren Ländern gezeigt werden. mehr

Dozenten-Leben

Schlechte Atmosphäre

Ich glaube nicht, dass es mir gelingen könnte, alle Buchtitel und Internet-Tipps zum Thema Bewerbungsgespräch aufzuzählen. Und alle diese Ratgeber wenden sich an Bewerber, die sich möglichst vorteilhaft bei ihrem künftigen Arbeitgeber präsentieren wollen. Doch wer kümmert sich eigentlich um die andere Seite, die der Arbeitgeber? Sie glauben, das sei nicht nötig? Weit gefehlt. So fuhr jüngst Anne, eine Hochschulabsolventin mit Doktortitel und Berufserfahrung, zum Auswahlgespräch an eine Universität. Da schon in der Einladung jeglicher Hinweis auf Anfahrt und Parkmöglichkeiten fehlte, musste sie sich selbst informieren und kam pünktlich, gut vorbereitet und selbstverständlich schick gekleidet zum Termin. Der fand nicht in einem Büro, sondern in einem schlecht gelüfteten Seminarraum statt, in dem sie sechs Personen erwarteten. Die hatten sich bekleidungsmäßig der Schäbigkeit des Raumes angepasst, empfingen die Bewerberin in Pulli und Strickjacke. Der ranghöchste Professor murmelte zwar ein paar entschuldigende Worte über den hässlichen Raum, setzte dann aber hinzu, man habe nicht eigens die Tische umgestellt. Sechs Erwachsene, zugegeben Akademiker, sind nicht in der Lage, zwei oder drei Tische so zusammenzurücken, dass man in einer großen Runde sitzen kann? Anne, allein vor die Tafel gesetzt, kam sich vor wie eine Angeklagte vor Gericht. Und schon begann das Kreuzverhör, in dessen Verlauf klar wurde, dass keiner ihre Bewerbung gelesen hatte: Ach, Sie haben noch gar nicht mit Grundschülern gearbeitet? Nein, nur in der Oberstufe am Gymnasium, wie ich Ihnen geschrieben habe. mehr

Berlin

Wowereit macht wöchentlich Radio

Klaus Wowereit (61) sagt den Berlinern jetzt einmal die Woche im Radio seine Meinung. Bei seinem ersten Auftritt als Radiokolumnist nach dem Rückzug als Regierender Bürgermeister nahm er sich beispielsweise das Thema Verkehrsunfälle vor: "Ich wundere mich manchmal, wie bestimmte Verkehrsteilnehmer ihr Leben förmlich riskieren mit Kamikaze-Aktionen", sagte er in seiner neuen Kolumne "Wowereits Woche" bei Spreeradio. Außerdem rief Wowereit zu Solidarität mit dem verschuldeten Griechenland auf. mehr

Ottawa

Mr. Spock auf kanadische Dollar-Noten gemalt

Fans des am Freitag gestorbenen Leonard Nimoy haben eine besondere Ehrung für "Mr. Spock" aus "Star Trek" erfunden - und damit der kanadischen Nationalbank Kopfzerbrechen bereitet. Bei den Verehrern geht das "Spocking" von Fünf-Dollar-Scheinen um. Dabei werden Premierminister Wilfrid Laurier (1841 bis 1919), dessen Physiognomie auf dem alten, aber noch benutzten Schein tatsächlich etwas an Nimoy erinnert, spitze Ohren und hochgezogene Augenbrauen wie beim bekanntesten Vulkanier der Welt gemalt. "Es ist in Kanada nicht illegal, Banknoten zu bemalen", teilte die Nationalbank mit. "Aber es könnte die Sicherheitsmerkmale und auch die Lebensdauer der Scheine beeinträchtigen." Zudem sei die Malerei unangemessen, denn die Banknoten sei ein Symbol des Landes und "Quelle unseres Nationalstolzes". mehr