Alle Panorama-Artikel vom 27. April 2015
Israel

Armee tötet mutmaßliche Terroristen an syrischer Grenze

Israels Armee hat an der Grenze zu Syrien eine Gruppe von vier mutmaßlichen Terroristen getötet. Die Männer hätten sich auf den Golanhöhen der Grenzlinie mit einem Sprengsatz genähert, mit dem israelische Grenzpatrouillen angegriffen werden sollten, berichtete eine Armeesprecherin am Montag. Ein Kampfflugzeug habe die Angreifer bei dem Vorfall am Sonntagabend getötet. Armeesprecher Peter Lerner sagte, es habe sich um Männer gehandelt, die ihre Bombe östlich des Grenzzauns verstecken wollten, der aber bereits auf israelisch kotrolliertem Gebiet liegt. Der ehemalige israelische Marine-Kommandeur Elieser Marom sagte dem israelischen Fernsehen, der Armee hätten Geheimdienst-Warnungen vorgelegen. mehr

Syrien

Nusra-Front lässt zwei schwedische Geiseln frei

Nach 17 Monaten in der Gewalt von Extremisten in Syrien sind zwei schwedische Geiseln freigekommen. Ihre Kidnapper seien an eine vorab verabredete Stelle nahe der jordanischen Grenze gefahren, hätten die beiden aus dem Auto gestoßen und die Gegend sofort wieder verlassen, sagte ein ranghoher palästinensischer Geheimdienstmitarbeiter am Sonntag. Demnach erfolgte die Freilassung der Geiseln bereits am Freitag. Den Angaben zufolge waren die Schweden am 3. Dezember von Kämpfern der der Al Qaida nahestehenden Nusra-Front verschleppt worden. Wo genau sie in dem Bürgerkriegsland festgehalten wurden, sagte der Gewährsmann jedoch nicht. Auch die schwedischen Behörden gaben keine Einzelheiten über die Identität der Geiseln preis. Die beiden seien wieder bei ihren Familien, hieß es lediglich aus Stockholm. mehr

Unterföhring

Ärztin schlägt den Raab und gewinnt 1,5 Millionen Euro

Frauen haben es in der Pro-Sieben-Show "Schlag den Raab" schwer: Immer wieder führte Moderator Stefan Raab die weiblichen Kandidatinnen vor. Doch das Blatt hat sich gewendet. Zum ersten Mal in der Geschichte der Sendung hat eine Frau den Moderator geschlagen. Ärztin Maria aus Hannover schreibt damit Showgeschichte. In der 52. Ausgabe holte sie am vergangenen Samstag den Sieg. Die 27-Jährige gewann 1,5 Millionen Euro. Dabei sah es lange nach einem klaren Sieg für Stefan Raab aus. mehr

Las

Ölteppich nähert sich allmählich den Kanaren

Palmas (dpa) Nach dem Untergang eines russischen Kutters mit rund 1400 Tonnen Treibstoff an Bord hat sich ein Ölteppich im Seegebiet der Kanarischen Inseln ausgebreitet. Wie die Regionalregierung der spanischen Inselgruppe mitteilte, waren zunächst vor allem die Küsten von Teneriffa und La Gomera von dem Öl bedroht. Das Seegebiet des Atlantiks werde mit Hubschraubern und Spezialflugzeugen überwacht. Zunächst sei kein Ölschlamm in unmittelbarer Küstennähe festgestellt worden. mehr

Berlin

Chris Dercon holt Künstlerteam an die Volksbühne

Der belgische Kulturmanager Chris Dercon startet seine Intendanz an der Berliner Volksbühne zusammen mit einem fünfköpfigen Künstlerteam, wie er jetzt bekanntgab. Dazu gehören der französische Tänzer und Choreograf Boris Charmatz, Filmregisseur Romuald Karmakar ("Der Totmacher") sowie Filmemacher und Medienwissenschaftler Alexander Kluge. Ebenfalls dabei: die deutsche Theaterregisseurin Susanne Kennedy und die dänische Choreografin Mette Ingvartsen. Dercon wird im Sommer 2017 Frank Castorf als Volksbühnen-Chef ablösen. mehr

Kommentar

Neues Theater entsteht im Theater

Ein Museumsmann übernimmt die Vorzeige-Rebellenbühne der Republik. Das ruft Kritiker auf den Plan, die nun befürchten, dass der gefräßige Kunstmarkt auch noch das Theater schluckt - und allein am Profit orientiert. Theoriegeschwätz! Ein Museumschef, der an ein Theater wechselt, wird Theaterchef. Und er wird den Anforderungen dieses Mediums genügen müssen. Bemerkenswert ist die Berufung dennoch, denn mit seinem Team zeigt Chris Dercon, wie weit der Theaterbegriff heute gefasst sein darf, wie offen für andere Künste. Das wird möglicherweise neue Theaterformen hervorbringen. Danach sucht man auch an anderen Häusern. Vielleicht wird das auch auf Widerstände stoßen. Hoffentlich, denn nur so bleibt Theater lebendig. Überzeugend sind neue Theaterformen aber nur, wenn sie aus der Arbeit mit Schauspielern geboren werden, nicht aus konzeptionellem Kalkül. Dercons Erfolg wird davon abhängen, wie wahrhaftig er sich auf die Volksbühne einlässt. Kulturmanager gibt es genug. Dorothee Krings mehr