Alle Panorama-Artikel vom 23. Oktober 2014
Essen

Kinderschutzbund will Gesundheit als Schulfach

Diabetes, falsche Ernährung und Stress zehren heute schon an der Leistungsfähigkeit der Grundschulkinder. Um dem entgegenzuwirken, hat der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) gemeinsam mit dem Grönemeyer-Institut und dem Prosoz-Institut für Sozialforschung Unterrichtsmaterial zum Thema Gesundheit entwickelt. Auf lange Sicht könne so eine Art Schulfach etabliert werden. In der Essener Karlschule stellten die Initiatoren ihr Projekt mit Kindern der ersten und zweiten Klasse vor. mehr

Washington

"Watergate"-Affäre: Chefredakteur gestorben

Ben Bradlee, der frühere Chefredakteur der "Washington Post", ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Er starb in seinem Haus in Washington, wie die "Post" berichtete. Bradlee leitete die Zeitung von 1965 bis 1991 und machte sie zu einer der renommiertesten Publikationen der Welt. Bradlee war seit neun Jahren Chefredakteur der Zeitung, als deren Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein 1974 den "Watergate"-Skandal aufdeckten, der schließlich zum Rücktritt des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon führte. mehr

Amsterdam

Stadt Gouda macht Schwarzen Piet nun käsegelb

In der Käsestadt Gouda, die am 15. November den Nikolaus und sein Gefolge als erste niederländische Kommune empfangen darf, wird es keinen Schwarzen Piet mehr geben. Statt des angemalten Helfers in Pumphosen sollen der goldgelbe "Käse-Piet" und der "Waffel-Piet" den Kindern der Stadt ihre Geschenke bringen. Die Tradition steht in der Kritik, nachdem Bürgerrechtler und sogar ein Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen befunden haben, der Piet sei als "Knecht" des guten weißen Mannes rassistisch. Auch das Amsterdamer Verwaltungsgericht urteilte, er sei ein "negatives Stereotyp des schwarzen Menschen". mehr

Berlin

Bund und Länder forcieren Maßnahmen gegen Studienabbruch

Bund und Länder wollen die Hochschulen einem Zeitungsbericht zufolge verpflichten, Maßnahmen gegen massenhaften Studienabbruch zu ergreifen. Dafür müsse ein Teil der Mittel des künftigen Hochschulpakts aufgewendet werden, schreibt die Zeitung "Die Welt". Laut Entwurf der Bund-Länder-Vereinbarung zum Hochschulpakt 2020, der dem Blatt vorliegt, sollen die Länder ab 2016 zehn Prozent der Mittel, die ihnen der Bund für jeden neuen Studienplatz gibt, einsetzen, "um mehr Studierende qualitätsgesichert zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen". mehr

Komödie

Der Beginn von Woodstock

Im Sommer 1969 besucht Elliot Teichberg (Demetri Martin) aus New York die Kleinstadt Bethel. In der Hoffnung, ein paar zahlende Besucher in das Provinznest zu locken, organisiert er ein Theaterfestival. Durch Zufall erfährt er, dass im Nachbarort Wallkill ein großes Open-Air-Konzert wegen Anwohnerprotesten untersagt wurde. Zu seinem Festival kommen mehr als eine halbe Million Besucher. In "Taking Woodstock" erzählt Regisseur Ang Lee die Hintergrundgeschichte des Woodstock-Festivals. mehr

Frankfurt/M.

Leichter Jobeinstieg für Elektroingeneure

Dutzende Bewerbungen zu schreiben - bei Elektroingenieuren ist das die Ausnahme. Beim Berufsstart verschickt mehr als jeder Zweite (58 Prozent) weniger als fünf Mal seine Unterlagen, bis er einen Job hat. Das hat eine Befragung des Marktforschungsinstituts Smr unter jungen Berufstätigen aus der Branche ergeben. Etwas mehr als jeder Vierte (28 Prozent) schrieb zwischen fünf und zehn Bewerbungen; der Rest brauchte mehr. Im Auftrag des "Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik" waren 254 Einsteiger befragt worden. mehr

Mainz

Rentner protestiert gegen Udo-Jürgens-Song

Mit seinem männerkritischen Lied "Der Mann ist das Problem" hat Entertainer Udo Jürgens (80) einen Fan gegen sich aufgebracht. Der Odenwälder Rentner Hans Schoreit (68) hat in 16 Städten der Jürgens-Tournee "Männersolidaritätsdemos" angemeldet und drei Pro-Männer-Lieder getextet. In dem Jürgens-Song heißt es unter anderem: "Wer spaltet die Atome, bis das ganze Land untergeht? Wer rast wie ein Gestörter, drängelt auf der Autobahn." mehr

Leipzig

Jäger mit Promille verliert Waffenschein

Weil er angetrunken auf die Pirsch ging, verliert ein Jäger aus Köln seinen Waffenschein. Das hat das Bundesverwaltungsgericht nun in Leipzig entschieden. Die Polizei hatte dem Jäger bereits vor Jahren die Waffenbesitzkarte entzogen, weil er nach dem Genuss von Wein und Wodka einen Rehbock geschossen hatte und dann Auto gefahren war. "Macht ein Waffenbesitzer in alkoholisiertem Zustand von seiner Schusswaffe Gebrauch, rechtfertigt dies die Annahme, dass er im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig ist", urteilte das Gericht. mehr

Washington

Mädchen auf Weg zu "Gotteskriegern" in Syrien gestoppt

Drei minderjährige Mädchen aus den USA, die möglicherweise auf dem Weg zu den selbst ernannten Gotteskriegern in Syrien waren, sind am Frankfurter Flughafen gestoppt und nach Hause geschickt worden. Eine FBI-Sprecherin sagte, das Trio sei zurück nach Denver im US-Staat Colorado zu seinen Eltern gebracht worden. US-Medien hatten unter Berufung auf Behörden berichtet, die Mädchen seien offenbar auf dem Weg zu in Syrien kämpfenden Extremisten gewesen. Die deutsche Bundespolizei in Frankfurt habe die Mädchen auf Wunsch des US-Konsulates und der Eltern am Samstag aufgehalten, bestätigte ein Sprecher. Sie seien am Sonntag freiwillig zurück in die USA gereist. mehr

Bern

Schweizer empört über Hitler auf Kaffeesahne

Porträts der Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini auf Kaffeesahne-Packungen haben Empörung in der Schweiz ausgelöst. Die Supermarktkette Migros, deren Tochterfirma Elsa die Ware vertrieben hatte, entschuldigte sich und sprach von einer "unverzeihlichen Fehlleistung". Die Motive hätten niemals ausgeliefert werden dürfen, sagte Migros-Sprecher Luzi Weber. Die Motive seien ohne nähere Begutachtung übernommen worden. "In Zukunft werden wir unsere Kontrollen für diese Produkte drastisch verschärfen", versprach Weber. mehr

Graz

Master für Tätigkeit in der Raumfahrt

Die Technische Universität Graz beginnt ab März 2015 den berufsbegleitenden Master "Space Systems and Business Engineering". Das Studium dauert drei Semester und verläuft vollständig auf Englisch. Der Master bereitet auf eine Tätigkeit als Führungskraft in der Raumfahrtindustrie oder bei Weltraumorganisationen vor. Auf dem Stundenplan stehen Fächer wie bemannte Raumfahrt, Erdbeobachtung oder Analyse und Entwicklung von Weltraummissionen. Bewerber benötigen ein abgeschlossenes Studium und Berufserfahrungen in der Raumfahrtbranche. Das Studium kostet 34 000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember. mehr

London

Ärzte erhalten Geld für Demenz-Diagnose

Bei ihren Patienten Demenz zu diagnostizieren zahlt sich für Ärzte in England künftig aus: Pro festgestelltem Krankheitsfall bekommen sie in den kommenden sechs Monaten umgerechnet etwa 70 Euro. Der staatliche Gesundheitsdienst NHS will so die Zahl der nicht erfassten Demenzfälle im Land senken, hieß es gestern in einer Pressemitteilung. Der NHS geht davon aus, dass etwa 90 000 bislang unbekannte Demenzfälle entdeckt werden und plant Kosten von rund fünf Millionen Pfund (6,3 Millionen Euro) ein. mehr

Show

Drei neue Ausgaben "Quiz-Champion"

Johannes B. Kerner präsentiert den Wissens-Wettkampf in drei Shows. Die Kandidaten stellen sich heute, am 30. Oktober sowie in der Finalshow am 1. November je fünf prominenten klugen Köpfen, um "Quiz-Champion 2014" zu werden. In der ersten Ausgabe wird Eckart von Hirschhausen in der Kategorie "Natur" antreten, Wigald Boning spielt in der Kategorie "Erdkunde". Koch Alexander Herrmann ist Experte für "Ernährung", Guido Knopp tritt in "Neuere Geschichte" an, Franziska van Almsick im Bereich "Sport". Der finale Sieger gewinnt 250 000 Euro. mehr

Köln

Kölner Stadtrat stimmt für Wahl-Neuauszählung

Der Kölner Stadtrat bleibt trotz massiver Bedenken hart: Vier Monate nach der Kommunalwahl will die Ratsmehrheit alle Stimmen - fast 400 000 - in der Domstadt neu auszählen lassen. Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) hatte diesen Ratsbeschluss als rechtswidrig beanstandet. In einer Sondersitzung scheiterte er aber gestern Abend mit seinem Antrag, den umstrittenen Beschluss aufzuheben. Die Neuauszählung halten neben Roters Kölns SPD-Fraktion, die Bezirksregierung und das NRW-Innenministerium für rechtswidrig. mehr

Bielefeld

Lebenslang für Mord an fünfjährigem Dano

Das Landgericht Bielefeld hat den Mörder des kleinen Dano zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 43 Jahre alte Hilfsarbeiter aus Herford den Fünfjährigen am 14. März geschlagen und aus niedrigen Beweggründen ermordet hat. Er habe dies aus "Wut, Frust und Zorn" aufgrund seiner gescheiterten Beziehung zu seiner Lebensgefährtin getan. Diesen Zorn habe der Angeklagte an Dano ausgelassen, begründete das Gericht (Az. mehr