Gewalt in Mexiko eskaliert: 15 Polizisten im Drogenkrieg erschossen
zuletzt aktualisiert: 15.06.2010 - 06:29Mexiko-Stadt (RPO). Bei zwei Überfällen in Mexiko sind 15 Polizisten erschossen worden. In einem Gefängnis starben mindestens 28 Häftlinge bei Unruhen. Hintergrund der Gewalttaten ist die erhebliche Drogenkriminalität in Mexiko.
Im westlichen Staat Michoacán wurden nach Behördenangaben am Montag zwölf Beamte getötet, drei weitere kamen in der Grenzstadt Ciudad Juárez ums Leben, die als Brennpunkt der Drogenkriminalität gilt. Der mexikanische Präsident Felipe Calderón kündigte an, trotz Kritik an seinem Vorgehen gegen Drogenkartelle festzuhalten.
Kritiker machen geltend, die Gewalt habe weiter zugenommen, seit Calderón Ende 2006 Tausende Soldaten und Polizisten gegen die Drogenkriminalität eingesetzt hat. Ohne diese Bemühungen "wären wir in einer viel schlimmeren Lage", schrieb der Staatschef in einem von mehreren Zeitungen veröffentlichten Artikel.
Getötete Häftlinge bei Kämpfen der Drogenbarone
Bei Kämpfen rivalisierender Gangs in einem Gefängnis im Nordwesten Mexikos sind mindestens 28 Häftlinge getötet worden. 20 Tote gab es bei einer Schießerei zwischen Insassen der Haftanstalt in der Stadt Mazatlán, wie die Behörden mitteilten. Drei Polizisten wurden verletzt, einer von ihnen schwer. 17 der Todesopfer gehörten Medienberichten zufolge zur Drogenbande der Zetas, die gegen das mächtige Sinaloa-Kartell kämpft.
Sie seien am Montag von einer anderen Bande angegriffen worden, erklärten die Behörden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden in dem Gefängnis zwei Pistolen und ein Sturmgewehr gefunden. Wenige Stunden später wurden acht Häftlinge von Mitinsassen erstochen.
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