Rettung in der Schweiz grenzt an Wunder: 21-Jähriger überlebt 17 Stunden in Lawine
zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 19:42Evolene/Davos (RPO). Wie durch ein Wunder ist in der Schweiz ein Skifahrer aus einer Lawine gerettet worden: Nach 17 Stunden unter den Schneemassen konnte der 21-Jährige am Sonntag mit nur leichter Unterkühlung geborgen werden.
Auch zahlreiche weitere Verschüttete in Evolene im Wallis hatten Glück und kamen mit dem Schrecken oder leichten Verletzungen davon.
Der 21-jährige aus dem Waadtland war am Samstagnachmittag von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Bei einer Suchaktion wurde in der Region Du Pas d'Arpilles außerhalb der markierten Pisten ein 50 Meter breiter und 150 Meter langer Lawinenkegel entdeckt, in den eine Skispur führte.
Die Suchaktion musste allerdings in der Nacht abgebrochen werden. Am Sonntagmorgen bei Tagesanbruch überflog ein Hubschrauber den Lawinenkegel. Dabei wurden Bewegungen wahrgenommen, die vom Verschütteten stammten. Er lag blockiert unter einer 50 Zentimeter dicken Schneedecke und konnte dort befreit werden.
Es kam zu zahlreichen weiteren Lawinenabgängen. Allein die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) flog am Wochenende elf Einsätze wegen Lawinen. In allen Fällen konnten sich die Verschütteten selber befreien oder wurden rasch aus den Schneemassen geborgen. Nur vereinzelt gab es Verletzte.
Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) warnte vor anhaltender Lawinengefahr auch zum Wochenbeginn.
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