China: 330.000 Menschen werden für Wasserprojekt umgesiedelt
zuletzt aktualisiert: 18.10.2009 - 12:12Peking (RPO). 330.000 Menschen sollen in China für ein Wasserprojekt von gigantischem Ausmaß umgesiedelt werden. Nach Angaben einer chinesischen Nachrichtenagentur müssen in den zentralen Provinzen Hubei und Henan hunderttausende Menschen wegziehen, weil dort Wasser in den trockenen Norden geleitet wird.
Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua müssen Einwohner in der Nähe des Danjiangkou-Stausees wegziehen, weil dort Wasser des Jangtse-Flusses in den trockenen Norden des Landes geleitet wird. Die am Sonntag begonnene Umsiedlung soll dem Bericht zufolge 2011 beendet sein.
Über das schätzungsweise umgerechnet 41,6 Milliarden Euro teure Projekt werden Milliarden Tonnen Wasser nach Peking und weitere boomenden Städte in Nordchina fließen. Das Vorhaben dürfte damit fast drei mal so teuer sein wie der Drei-Schluchten-Damm. Kritiker warnen vor Umweltschäden durch das Wasserprojekt und machen geltend, es werde nicht ausreichen, um den Wasserbedarf der Großstädte zu stillen. Für den Drei-Schluchten-Damm wurden mehr als 1,4 Millionen Menschen umgesiedelt.
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