Unwetter in China: 4,4 Millionen Menschen flüchten vor Wasser
zuletzt aktualisiert: 25.06.2010 - 14:41Peking (RPO). In China ist die Zahl der Todesopfer nach den verheerenden Unwettern auf 377 gestiegen. Rund 4,4 Millionen Menschen wurden bislang aus ihren gefährdeten Häusern in Sicherheit gebracht, wie der chinesische Wetterdienst am Freitag weiter mitteilte.
Schwere Stürme und Regenfälle hatten seit Mitte Juni in den südlichen Provinzen der Volksrepublik zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Da noch 142 Menschen vermisst würden und mehr Regen zu erwarten sei, könne die Zahl der Toten noch steigen, hieß es weiter.
Indes nahmen tausende Soldaten und Arbeiter nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua die Reparaturarbeiten an einem Deich am Ufer des Flusses Fu auf, der nach tagelangen Regenfällen gebrochen war. 100.000 Menschen waren daraufhin evakuiert worden. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jibao besuchte das in der Nähe der Millionenstadt Fuzhou gelegene Hochwassergebiet.
Durch die Überschwemmungen entstanden nach Angaben der Regierung Sachschäden von etwa elf Milliarden Dollar (rund rund Milliarden Euro). In China kommt es jedes Jahr zu schweren Überschwemmungen. In diesem Jahr fiel das Hochwasser, das zehn Provinzen im Süden und Osten des Landes heimsuchte, besonders verheerend aus.
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