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Sieben Leichen entdeckt: 60 Flüchtlinge sterben bei Boots-Unglück

zuletzt aktualisiert: 21.12.2003 - 16:28

Istanbul (rpo). Ein Boot mit rund 60 Flüchtlingen ist am Wochenende vor der türkischen Küste gesunken. Bis Sonntag konnte nur ein Mann lebend gerettet werden, sieben Tote wurden bislang entdeckt. Die Opfer wollten offenbar aus Jordanien, Irak und Afghanistan nach Europa fliehen.

Das teilten die Behörden mit. Der türkische Gouverneur Hüseyin Aksoy erklärte, das Boot sei am Samstagabend von Marmaris im Südwesten der Türkei in Richtung Rhodos in See gestochen. An Bord seien rund 60 Flüchtlinge gewesen, zumeist aus Jordanien, Irak und Afghanistan. Der überlebende Iraner wurde am Samstagabend im Meer treibend aufgegriffen. Er hatte sich an ein Stück Holz geklammert. Nur von ihm erfuhren die Behörden überhaupt von dem Unglück. Er gab laut einem Bericht des türkischen Fernsehsenders NTV an, das hölzerne Boot habe sich plötzlich mit Wasser gefüllt und sei sofort gesunken. An Bord waren nach seinen Angaben auch eine Frau und ein zehnjähriges Mädchen.

Bislang fehle von dem Schiff jede Spur, sagte Aksoy. Rettungskräfte waren mit Schiffen und Hubschraubern auf der Suche nach Überlebenden, auch die griechischen Behörden sagten laut Aksoy ihre Hilfe zu. Während die halbamtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, das Boot sei vermutlich 15 Kilometer von Marmaris entfernt gesunken, ging der Gouverneur von einem Schiffbruch näher an Rhodos aus.

Jedes Jahr versuchen tausende Menschen aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien über die Türkei nach Europa zu gelangen. Mehrere EU-Länder drängen die Regierung in Ankara, härter gegen illegale Einwanderung durchzugreifen.

Die Siedlung blieb bislang verborgen, da der Wasserspiegel der Ostsee seither um vier Meter angestiegen ist.  Foto: RPO
Die Siedlung blieb bislang verborgen, da der Wasserspiegel der Ostsee seither um vier Meter angestiegen ist. Foto: RPO

 
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