Berlin (RPO). In Simbabwe wütet die Cholera. Nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam sind deutlich mehr Menschen betroffen als bisher angenommen.
Die 14 Monate alte Tandiwa ist mit ihrer Mutter über die Grenze nach Südafrika geflüchtet. In einem Lager bekommt sie etwas zu essen. Foto: AFP
Er gehe von etwa 60. 000 Erkrankten aus, sagte der Geschäftsführer von Oxfam Deutschland, Paul Bendix, am Freitag im RBB-Inforadio. Es gebe auch Belege dafür, dass die Zahl der Toten weit über den bisher genannten 750 liege. Vor allem die schlechte Wasserqualität und der Hunger verschlimmere die Situation der Menschen dramatisch, sagte Bendix.
In Simbabwe hatte sich die Cholera-Epidemie in den vergangenen Tagen sprunghaft ausgebreitet. Die UNO gab am Donnerstag erneut gestiegene Opferzahlen bekannt.
Demnach sind in dem Land bereits 783 Menschen an der Krankheit gestorben, mehr als 16.000 sind infiziert. Dennoch erklärte Simbabwes Präsident Robert Mugabe, es gebe in seinem Land "keine Cholera mehr".
Quelle: AFP