Klimawandel: 77.000 Asiaten sterben jährlich
zuletzt aktualisiert: 02.07.2007 - 16:22Kuala Lumpur (RPO). Der Klimawandel bereitet vor allem den asiatischen Ländern größere Probleme als bisher angenommen. Jährlich kommen in Fernost nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 77.000 Menschen durch den Klimawandel ums Leben.
Der Ausstoß von Treibhausgasen beeinträchtige direkt oder indirekt die Gesundheit der Menschen, bis hin zu tödlichen Konsequenzen, erklärte WHO am Montag bei einer viertägigen Klima- und Gesundheitskonferenz von 16 asiatischen Staaten in Kuala Lumpur.
Der WHO-Direktor für die Region Westpazifik, Shigeru Omi, warb zu Beginn des Treffens dafür, das Fahrrad als tägliches Forbewegungsmittel zu nutzen. Auch die Nutzung sauberer Energiequellen und entsprechende Steueranreize könnten den Ausstoß des für die Erderwärmung verantwortlichen CO2 verringern.
"Bislang hat der Klimawandel Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Wenn sich der Trend fortsetzt, wird auch die Wirtschaft betroffen sein", sagte Omi. Nach Angaben der WHO werden sich wegen der Erderwärmung die Mücken
verstärkt vermehren und dadurch die Gefahr einer Malaria-Erkrankung erhöhen. Ausbleibende Regenfälle und Wasserknappheit würden die Ausbreitung weiterer Krankheiten begünstigen. "Wenn wir die Umwelt ignorieren, wird die Menschheit darunter leiden", sagte Omi mit Blick auf die Länder, die dem Umweltschutz keine Priorität einräumen. Auf der Konferenz diskutieren unter anderem Vertreter aus China, Indien, Japan, Malaysia, Singapur, Thailand und Vietnam über Maßnahmen gegen den Klimawandel.
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