Düsseldorf (RPO). In Gerlach, Nevada, ist normalerweise das Nichts zuhause. An acht Tagen im Jahr ändert sich das. Grundlegend. Alljährlich findet hier, mitten in der Wüste, das Burning Man Festival statt. Zehntausende Profilneurotiker, Lebenskünstler und Freaks versammeln sich und feiern die Kunst und das Leben.
Mitten im Sand und Wind der Wüste bevölkern die bunten Besucher das Nichts. Fast scheint es, als sei man auf einem anderen, auf einem phantastischen Planeten. Dem tut auch ein Sandsturm – wie in diesem Jahr – keinen Abbruch. Die Bilder werden lediglich noch bizarrer.
Alljährlicher Höhepunkt: Der Burning Man. Eine zwölf Meter hohe Holzfigur wird verbrannt. Es ist der Höhepunkt eines achttägigen Spektakels. Jedes Jahr unter einem neuen Motto. „The Green Man“, so lautet es 2007. Das, was die Menschen hier vereint, ist die Kunst.
Aus aller Welt strömen sie zusammen, um ihre Arbeiten, ihre Verkleidungen oder sich selbst auszustellen. Bei 35.000 Zuschauern im Jahr kann sich das durchaus lohnen. Und auch die Zuschauer und Gaffer kommen auf ihre Kosten. Bizarre Skulpturen, ein DNA-förmig verdrehter, senkrecht stehender LKW, Transvestiten, ein feuerspeiender Tubabläser – hier ist alles möglich.
Nach acht Tagen ist alles vorbei. Die Festivalstadt ist wie vom Erdboden verschwunden. Zum Ehrenkodex der Teilnehmer zählt es, keine Spuren zu hinterlassen. Noch nicht mal Abfall bleibt zurück. Dann kehrt das Nichts zurück.
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