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Sieben Jahre später als wir: Äthiopien feiert Wechsel ins neue Jahrtausend

zuletzt aktualisiert: 12.09.2007 - 07:22

Addis Abeba (RPO). Äthiopien am Dienstag den Beginn des neues Jahrtausends. Sieben Jahre später als der Rest der Welt. Grund für die Verzögerung: Das Menschen im Land am Horn von Afrika nutzen eine andere Zeitrechnung. Die Variante des koptischen Kalenders gilt nur dort.

Sie hat sieben Jahre Rückstand gegenüber dem in den meisten Teilen der Welt gebräuchlichen gregorianischen Kalender, für den das 21. Jahrhundert schon lange begonnen hat. Der Unterschied beruht im Wesentlichen darauf, dass die Äthiopier von einem anderen Geburtsjahr Jesu Christi ausgehen.

Die Regierung in Addis Abeba ließ die Straßen der Hauptstadt herausputzen und stellte die Feiern unter das Motto der nationalen Wiedergeburt, Frieden und Demokratie. Die US-Popgruppe Black Eyed Peas sollte in einer eigens für mehrere Millionen Euro errichteten Halle ein Konzert geben. Doch Eintrittspreise von umgerechnet gut 120 Euro - dem Doppelten eines durchschnittlichen Monatslohns - sorgten für Kritik in dem armen Land, das sich zudem in einer angespannten politischen Situation befindet.

Die Organisatoren der Feiern wiesen darauf hin, dass einige Veranstaltungen kostenlos seien. Das Konzert der Black Eyed Peas und äthiopischer Musiker sollte auf eine Großbildleinwand in einem Stadion übertragen werden. Die Behörden hofften auf zahlreiche ausländische Touristen, deshalb gab es umstrittene Aktionen, Obdachlose aus der Hauptstadt zu schaffen und streunende Hunde zu vergiften.

Außenminister Seyoum Mesfin sprach am Montag vom "Traum eines wohlhabenden, dynamischen, demokratischen und gerechten Äthiopiens, in dem die Armut ausgerottet ist". Angesichts eines Aufstands in der Region Ogaden, der Verwicklung in den Bürgerkrieg des Nachbarlands Somalia und des Grenzstreits mit Erzfeind Eritrea wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Millenniums-Feiern verstärkt.

Quelle: ap

 
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