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Afghanistan
US-Bürger und Australier im Zentrum von Kabul entführt

Afghanistan: Amerikaner und Australier in Kabul entführt
Die beiden Entführten waren Professoren der Amerikanischen Universität von Afghanistan. FOTO: ap, RG
Kabul. Ein US-Bürger und ein Australier sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul entführt worden. Das teilten Sicherheitskräfte am Montag mit.

Fünf Bewaffnete in Militäruniformen hätten die beiden Professoren der Amerikanischen Universität von Afghanistan am Sonntagabend auf der zentralen Dar-ul-Aman-Straße mit vorgehaltener Waffe verschleppt, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte am Montag.

Die australische Botschaft in Kabul bestätigte, dass ein Australier "offenbar entführt" worden sei. Man halte alle Australier dazu an, "wegen der extrem gefährlichen Sicherheitssituation und der ernsten Entführungsgefahr nicht nach Afghanistan zu reisen". Eine Quelle aus der US-Botschaft bestätigte die Entführung eines US-Staatsbürgers.

In Afghanistan werden immer wieder Ausländer von Rebellengruppen oder kriminellen Banden entführt - vielfach um Lösegeld zu erpressen. Erst kürzlich war eine indische Mitarbeiterin der Aga-Khan-Stiftung befreit worden, die Anfang Juni im Zentrum von Kabul verschleppt worden war. Am Donnerstag wurde zudem eine ausländische Touristengruppe in der westlichen Provinz Herat beschossen, wobei mehrere Mitglieder der Gruppe verletzt wurden.

Im vergangenen Sommer war eine Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) für einige Monate in den Händen einer Entführerbande. Die GIZ hatte daraufhin einen Goßteil ihres Personals außer Landes geschafft.

(lai/ap/afp/dpa)
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