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Weltweit 33 Millionen Menschen infiziert: Aids-Bekämpfung: Streit um Kondome

VON FRANK VOLLMER - zuletzt aktualisiert: 17.03.2009 - 20:52

Düsseldorf (RP). Aus Sicht derer, die in Afrika mit Aufklärungskampagnen gegen die Ausbreitung von Aids kämpfen, ist es keine Frage: Kondome sind die billigste und einfachste Waffe gegen die Ansteckung mit HIV.

Aids-Waisen in Borswana.  Foto: ddp
Aids-Waisen in Borswana. Foto: ddp

"Aus unserer Sicht ist es unvertretbar, den Verzicht auf den Gebrauch von Kondomen zu fordern", sagte eine Sprecherin der Organisation "Ärzte der Welt" unserer Redaktion. Dort, wo erfolgreich für den Gebrauch von Kondomen geworben werde, gingen die Infektionsraten signifikant zurück.

Weltweit sind mehr als 33 Millionen Menschen HIV-positiv. Zwei Drittel davon leben in Afrika südlich der Sahara, allein 2007 starben in der Region 1,6 Millionen Menschen an der Immunschwäche-Krankheit. 11,4 Millionen Kinder dort sind Aids-Waisen.

Selbst in dem relativ gut entwickelten Südafrika tragen 5,3 Millionen der knapp 50 Millionen Einwohner das Aids-Virus in sich. 54 Prozent der Todesfälle gehen auf Aids zurück; die Lebenserwartung ist von mehr als 60 Jahren 1992 auf unter 50 Jahre (Männer: 49 Jahre; Frauen: 53 Jahre) gesunken. Auch fünf bis sechs Prozent der Weißen sind infiziert.

Die Anti-Aids-Kampagnen haben mit zwei Haupt-Problemen zu kämpfen: Unwissen und Angst. Es gibt viele irrige Vorstellungen ­ ein extremes Beispiel ist der Glaube, dass Sex mit einer Jungfrau von Aids heile. Zum anderen haben die Leute Angst, als HIV-Infizierte geächtet zu werden, Job, Familie, überhaupt jede Aussicht auf ein normales Leben zu verlieren. Die Folge: Sie lassen sich erst gar nicht auf HIV testen.


 
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