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Angebliches Sicherheitsrisiko: Airline lässt behinderten Jungen nicht an Bord

zuletzt aktualisiert: 06.09.2012 - 10:51

Düsseldorf (RPO). Für ihren behinderten Sohn Bede sollte es ein ganz besonderer Moment sein: Joan and Robert Vanderhorst hatten ein Flug erster Klasse mit American Airlines gebucht. Der Heimflug für den 16-Jährigen, der am Downsyndrom leidet, sollte ein einmaliges Erlebnis werden. Doch die Airline ließ ihn nicht an Bord. Der Grund: Sicherheitsrisiko.

Bede Vanderhorst (in der Bildmitte) wurde von American Airlines nicht an Bord gelassen. Der Grund: Der 16-Jährige leidet am Downsyndrom und stelle aufgrund seiner Behinderung ein Sicherheitsrisiko dar. Foto: screenshot youtube
Bede Vanderhorst (in der Bildmitte) wurde von American Airlines nicht an Bord gelassen. Der Grund: Der 16-Jährige leidet am Downsyndrom und stelle aufgrund seiner Behinderung ein Sicherheitsrisiko dar. Foto: screenshot youtube

Als die Verantwortlichen von American Airlines ihren behinderten Sohn Bede nicht an Bord der Maschine ließen, war die Familie Vanderhorst aus der kalifornischen Stadt Bakersfield sprachlos. Mindestens 30 Mal seien sie mit ihrem Sohn, der am Downsyndrom leidet, bereits geflogen. Nie habe es Probleme gegeben, zitiert das US-Portal Daily News die Familie.

Doch American Airlines argumentierte nach Familien-Angaben anders. Für die Fluglinie stellte der 16-Jährige offenbar ein Sicherheitsrisiko dar. So soll der Pilot vor dem Start in Newark Bede beobachtet haben und sich durch sein Verhalten nicht sicher gefühlt haben. Ein Flug sei unmöglich.

Am Gate informierten Sicherheitsbeamten die Familie des behinderten Jungen und ließen sie nicht an Bord. Dabei hatten Vanderhorst ihrem Sohn eine ganz besondere Freude bereiten wollen und für den Heimflug nach Los Angeles sogar ein Ticket in der ersten Klasse gekauft.

Joan und Robert Vanderhorst wehrten sich, die Mutter zückte gar ihr Handy hervor und filmte den Einsatz der Beamten. "Wir wurden wie Kriminelle behandelt", sagte Joan. Die Familie musste schließlich auf dem letzten Platz der zweiten Klasse den Heimflug antreten. "Eine doppelte Diskriminierung", erregte sich die Familie.

Vanderhorsts wollen American Airlines verklagen, auch weil das Unternehmen sich offenbar weigerte die Differenz der ersten Klasse zu begleichen. In einer Stellungnahme ließ die Airline nach Angaben von Daily News nur verlauten, Bede habe sich am Gate nervös verhalten und sei nicht an die Atmosphäre eines Airports gewöhnt.

Quelle: rpo/nbe
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