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Smog - Alarmstufe "Rot" in Peking
"Es wird nicht wirklich hell"

Alarmstufe "Rot": Zu viel Smog in Peking
"Die Luft schmeckt nach Abgasen und wenn man mit einer Maske rumläuft, bilden sich nach kurzer Zeit grau-schwarze Ablagerungen", berichtet eine deutsche Studentin. FOTO: dpa, hy jak
Peking. Die Luftverschmutzung in Peking ist mal wieder extrem hoch: Die chinesischen Behörden haben daher erstmals die Alarmstufe "Rot" ausgerufen. Eine deutsche Studentin berichtet über das Leben mit dem Smog.

Die Alarmstufe soll von 7 Uhr an diesem Dienstag (Ortszeit) bis Donnerstag 12 Uhr gelten. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Dann soll sich der Smog nach Erwartung der Pekinger Wetterexperten lichten. Es ist der erste rote Alarm seit der Einführung der vierstufigen Gefahrenskala 2013.

Am Montagabend lag die Luftqualität auf dem Index der US-Botschaft bei einem Wert von 243, was "sehr ungesund" bedeutet. Die Messwerte für den gefährlichen Feinstaub kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) waren auf 193 Mikrogramm pro Kubikmeter geklettert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen Höchstwert von 25. 

"Man merkt das schon sehr beim Atmen"

"Letzte Woche lagen die Werte sogar bei über 500", berichtet die deutsche Stundentin Elena Scheerer im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie absolviert zur Zeit ein Auslandssemster in Peking. "Die Regierung will dem jetzt frühzeitig entgegenwirken und hat deshalb die höchste Alarmstufe ausgerufen." Bei rotem Alarm bleiben Schulen und Kindergärten geschlossen, Bauarbeiten im Freien sind verboten und einige Industriebetriebe müssen den Betrieb einschränken oder stoppen. Zudem gibt es Einschränkungen für den Autoverkehr - je nach gerader oder ungerader Zahl auf dem Nummernschild müssen die Fahrzeuge abwechselnd stehen bleiben.

"Man merkt das schon sehr beim Atmen: Die Luft schmeckt nach Abgasen und wenn man mit einer Maske rumläuft, bilden sich nach kurzer Zeit grau-schwarze Ablagerungen - ich bin ganz froh die nicht in der Lunge zu haben", sagt Scheerer. "Es wird nicht wirklich hell und die Sonne sieht aus wie ein etwas knallig orangener Mond. Nachts ist der Himmel durch die Kombination von Luft- und Lichtverschmutzung rot."

In der Bilderstrecke gibt es atemberaubende Bilder vom Smog in Peking.

(gol/dpa)
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