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Niederlande
Staatsanwalt ermittelt nach Kran-Umsturz

Baukräne verletzen 20 Menschen
Baukräne verletzen 20 Menschen FOTO: dpa, pelin ase
Den Haag. Der Sturz zweier Baukräne an einer Brücke im niederländischen Alphen an Rijn ist wohl glimpflicher ausgegangen als zunächst angenommen. Mehrere Gebäude wurden zerstört, Menschen kamen aber nicht ums Leben.

Die schwimmenden Kräne waren laut Feuerwehr bei Renovierungsarbeiten an einer Klappbrücke eingesetzt. Als sie gegen 16 Uhr ein großes Betonteil abladen wollten, kippte erst der eine Kran um, dann der zweite. Sie stürzten auf mehrere Geschäfte und Wohnhäuser einer Einkaufsstraße. Vier Gebäude wurden zerstört.

Zunächst hatte die Feuerwehr von 20 Verletzten berichtet, doch am Abend gab Bürgermeisterin Liesbeth Spies Entwarnung: "Wir haben es nicht zu hoffen gewagt, als wir die Bilder gesehen haben, aber die Bilanz derzeit scheint zu sein, dass es keine Opfer gab", erklärte sie. Berichten der niederländischen Medien zufolge bargen die Rettungsmannschaften einen Mann aus den Trümmern. Er war offenbar der einzige Verletzte und klagte über Hüftschmerzen. Laut den Medien starb ein Hund in den Trümmern.

Klappbrücke aus den 50er Jahren

Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei die Umgebung um die Unglücksstelle weiträumig ab, die Einwohner von rund 50 Häusern mussten die Nacht in Notunterkünften verbringen. Gegen 23.00 Uhr stellten die Bergungsmannschaften ihre Suche ein.

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP fanden sich drei Menschen zu Aussagen auf der Polizeiwache ein.

Die Klappbrücke stammt noch aus den 50er Jahren. Ihre Renovierung sollte Ende August abgeschlossen sein. Ein Bewohner, der die Arbeiten vom Balkon seines Hauses beobachtete, hielt die spektakulären Kranstürze auf Film fest.

(AFP)
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