| 15.17 Uhr

Video kursiert im Netz
Amateur filmte Orca-Angriff in SeaWorld

Orca tötet Tierpflegerin
Orca tötet Tierpflegerin FOTO: AP
Düsseldorf (RPO). Rund zwei Wochen liegt die tödliche Schwertwal-Attacke im SeaWorld-Freizeitpark in Florida zurück. Während einer Vorführung hatte das Tier seine Trainerin geschnappt und sie mit ins Becken gezogen. Jetzt kursieren Amateur-Videoaufnahmen im Netz, die den Angriff des Orcas zeigen. Experten halten das Verhalten des intelligenten Tieres für kein Versehen, sondern für Absicht.

Ein dramatisches Amateurvideo soll den Angriff des Schwertwals zeigen, der am 24. Februar seine Trainerin vor den Augen der geschockten Besucher tötete. Die Bilder sind schockierend. Erst zieht das 5,4 Tonnen schwere Tier seine Trainerin ins Wasser und stürzt sich im Anschluss immer wieder auf die hilflose Frau. Die 40-jähirge Dawn Brancheau versucht an den Rand zu schwimmen und aus dem Wasser zu steigen, doch Orca-Bulle Tilikum reißt sie zurück ins Becken.

Nach Angaben der Gerichtsmediziner erlitt Brancheau eine Reihe schwerster Verletzungen, bevor sie ertrank. SeaWorld-Mitarbeiter berichteten, der Orca sei danach so aggressiv gewesen, dass die Retter ihn erst in ein kleineres Becken lotsen und auf eine Hebebühne hieven mussten, um die Leiche der 40-jährigen Dompteurin aus seinem Maul bergen zu können.

Der Orca-Bulle lebt seit fast 27 Jahren in Gefangenschaft. Bereits vor dem tödlichen Angriff auf Brancheau soll er für den Tod eines weiteren Trainers und eines nächtlichen Besuchers verantwortlich sein. Schon vor dem tragischen Vorfall am 24. Februar durften seine Trainer nicht mit ihm im Becken schwimmen. 

Schon wenige Tage nach dem Tod einer Trainerin sollten die beliebten Shows mit Schwertwalen in den SeaWorld-Freizeitparks wieder aufgenommen werden. Wie der Chef der SeaWorld-Parks, Jim Atchison, mitteilte, soll auch der Orca-Bulle Tilikum in dem Wassertierpark bleiben.

"Er wird ein Teil unseres Teams bleiben", sagte Atchison vor Journalisten. Tilikum sei ein "ganz besonderes Tier", das allerdings auch einen "ganz besonderen Umgang" brauche. Der Schwertwal werde nach dem tödlichen Unglück auch nicht von seinen Artgenossen isoliert oder bestraft. Die Trainer dürfen bis zum Abschluss einer Sicherheitsüberprüfung aber nicht mehr mit den Tieren ins Wasser.

(tim/dhec)
 
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