| 14.36 Uhr

American Airlines
Pilot stirbt während des Fluges - Notlandung

American Airlines-Pilot stirbt mitten im Flug - Notlandung
Der Pilot der Maschine der Fluglinie American Airlines stirbt während des Fluges. Der Copilot kann das Flugzeug sicher landen. FOTO: dpa
Syracuse. Auf dem Flug von Phoenix nach Boston ist der Pilot einer American-Airlines-Maschine gestorben. Sein Co-Pilot übernahm die Steuerung der Maschine und landete den Airbus A320 sicher.

Tragischer Zwischenfall an Bord einer Maschine der American Airlines: Der Pilot klagte mitten im Flug über Unwohlsein und starb schließlich, wie ein Vertreter der Fluggesellschaft dem US-Sender "CNN" sagte. Der Copilot habe das Flugzeug sicher umgeleitet und eine Notlandung durchgeführt.

Flug 550 sei am Sonntagabend um 23.55 (Ortszeit) von Phoenix Richtung Boston gestartet, sagte Airline-Sprecherin Andrea Huguely. An Bord waren demnach 147 Passagiere und fünf Crewmitglieder. Während des Fluges wurden die Passagiere darüber informiert, dass der Kapitän krank sei.

Delta-Flugzeug schlittert in New York von der Landebahn FOTO: afp, rix

Der Copilot übernahm daraufhin die Kontrolle, verständigte den Tower des Flughafens von Syracuse im Staat New York und forderte eine Piste für eine Notlandung an. "American 550. Medizinischer Notfall. Kapitän ist flugunfähig", sagte er ruhig.

Aus dem Mitschnitt des Funkspruchs geht zudem hervor, dass er sich darüber Sorgen machte, ob Rettungssanitäter denn auch rasch an Bord der Maschine gelangen könnten. Der Tower versicherte daraufhin, dass ein Notfallteam an einem Gate bereitstehe. Das Flugzeug landete schließlich sicher gegen 7.10 Uhr Ortszeit in Syracuse.

Nach der Notlandung wurde die Besatzung ausgewechselt. Der Airbus A320 traf schließlich um 12.30 Uhr in Boston ein. 

Gegenüber "CBS News" bestätigte Officer Eric Carr von der Polizei der Stadt Syracuse, dass der 57 Jahre alte Pilot tot an Bord des Flugzeuges gefunden wurde. 

Fotos: Patent für Flugzeugsitze sieht sehr ungemütlich aus FOTO: COURTESY OF ZODIAC AEROSPACE

"Wir sind unglaublich traurig über den Vorfall, und konzentrieren uns nun darauf, uns um die Angehörigen und Kollegen des Piloten zu kümmern", erklärte American Airlines.

Eine Passagierin von Flug 550, Louise Anderson, berichtete von einer düsteren Stimmung an Bord, nachdem per Durchsage über die Erkrankung des Piloten und die anstehende Notlandung informiert worden sei. Am Flughafen von Syracuse hätten dann Gerüchte über dessen Tod die Runde gemacht, bestätigt worden sei dies erst bei der Ankündigung des Weiterflugs nach Boston. Zugleich lobte Anderson den Umgang der Crew mit der tragischen Situation.

Für die Passagiere von Flug 550 bestand nach Auffassung von Experten während des Fluges zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr, da sowohl Piloten als auch Copiloten die Maschine gleichermaßen steuern könnten. Wenn ein Pilot flugunfähig sei, verlasse sich der andere auf automatische Systeme der Maschine und forderte eine medizinische Behandlung bei den Fluglotsen an, sagte der Expilot John Cox.

In den USA müssen sich Piloten von Airlines alle zwölf Monate einem medizinischen Test unterziehen, bei Kapitänen ab 40 Jahren ist diese Untersuchung alle sechs Monate fällig. Dass ein Pilot während des Fluges unpässlich werde, komme selten vor, sagte Steve Wallace, früherer Leiter der Unfallermittlungsabteilung bei der amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde. Laut der Behörde starben seit 1994 sieben Piloten von US-Airlines und ein Pilot einer Charter-Maschine während Flügen.

(ap)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

American Airlines-Pilot stirbt mitten im Flug - Notlandung


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.