Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Amerikaner bei Unfall mit Raftingboot ertrunken
zuletzt aktualisiert: 28.08.2010 - 21:40Bregenz (RPO). Bei einem Unfall mit einem Raftingboot auf dem Ammersee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist am Samstag ein 38-jähriger Amerikaner ums Leben gekommen. Auch in Österreich ereignete sich ein Unglück mit Raftingbooten.
Wie die Polizei in Rosenheim mitteilte, war eine zehnköpfige Gruppe von Angehörigen der Natoschule in ihrer Freizeit von Oberammergau mit mehreren Rafting-Schlauchbooten zu einer Bootsfahrt auf der Ammer aufgebrochen. Sie setzten ihre Boote beim E-Werk ins Wasser.
Etwa 500 Meter weiter flussabwärts bei Scheibum kenterte eines der Boote aus bisher ungeklärten Gründen. Der 38-jähriger US-amerikanischer Staatsbürger wurde unter Wasser gezogen, obwohl er Schwimmweste und Neoprenanzug trug. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
Suche nach Vermissten im Vorarlberg
Im österreichischen Bundesland Vorarlberg sind am Samstag bei einem Raftingausflug ebenfalls mehrere Boote gekentert und rund 25 Freizeitsportler ins Wasser geschleudert worden. Rettungskräfte suchten fieberhaft nach zwei Vermissten.
Die Suche bei Alberschwende im Bezirk Bregenz gestaltete sich laut Feuerwehr schwierig, weil die genaue Teilnehmerzahl nicht klar war, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.
Mehrere Stunden nach dem Unglück hatten die Rettungskräfte zunächst Entwarnung gegeben. Gegen 16 Uhr erklärten die Behörden dann, es würden doch zwei Menschen vermisst. Insgesamt waren 74 Teilnehmer in insgesamt fünf Booten zu einer Raftingtour im Bregenzerwald aufgebrochen. Bei Alberschwende kenterten alle fünf Boote gegen zwölf Uhr an einem Kraftwerks-Wehr.
"Der Großteil der Bootsinsassen konnte sich selbst retten, zwölf Personen wurden von der Wasserrettung aus der Ache geborgen", erklärte der Einsatzleiter der Wasserrettung, Sebastian Hellbock. Acht Freizeitsportler mussten in Krankenhäuser gebracht werden.
Der zuständige Landesrat Erich Schwärzler sagte der APA, es bestehe Hoffnung, dass die Vermissten in einer Schlucht ans Ufer gelangt seien und dort auf Hilfe warteten. Die Suche der rund 240 Mann starken Einsatztruppe wurde mit Hubschraubern unterstützt. Über die Nationalität der Verunglückten war nichts bekannt.
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