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Tote und Verletzte in Oregon
Amokschütze von Oregon besaß legal 13 Waffen

Amoklauf von Oregon: Täter besaß legal 13 Waffen
In diesem Appartment-Gebäude lebte der Täter. FOTO: afp, so/md
Roseburg . Nach dem tödlichen Amoklauf an einem College in Oregon zeichnet sich das Bild eines waffenvernarrten Täters ab. Wie die US-Behörden mitteilten, besaß der Schütze legal 13 Waffen, von denen allein sechs nach der Schießerei am College in Roseburg gefunden wurden.

US-Präsident Barack Obama gab Kongressmitgliedern und anderen Politikern eine Mitschuld an der ausufernden Waffengewalt im Land.

Celinez Nunez von der US-Waffenkontrollbehörde ATF sagte bei einer Pressekonferenz, außer den sechs am Tatort gefundenen Waffen wurden sieben weitere in der Wohnung des Täters beschlagnahmt. Alle Waffen wurden demnach von lizenzierten Händlern verkauft. Der Schütze besaß den Angaben zufolge auch eine Splitterschutzweste und massenhaft Munition.

Was den 26-Jährigen zu der Amoktat am Donnerstag trieb, blieb weiterhin unklar. Er hatte im Umpqua Community College um sich geschossen und neun Menschen getötet sowie nach neuen Angaben der Behörden neun weitere verletzt. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei wurde er selbst getötet.

Die örtlichen Behörden veröffentlichten am Freitag die Namen der Toten - es handelt sich um fünf Frauen und vier Männer zwischen 18 und 67 Jahren. Unter den Toten ist auch ein Englischlehrer des Colleges. Ein anderes Todesopfer war ganz neu an der Schule eingeschrieben und gerade den vierten Tag anwesend, als die Tragödie passierte.

Bezirks-Sheriff John Hanlin sagte, der Täter sei identifiziert, doch werde er seinen Namen nicht nennen. Die "New York Times" zitierte einen Vertreter der Ordnungskräfte mit den Worten, der Täter sei ein "zorniger junger Mann voller Hass" gewesen. Dem Sender CNN zufolge, der sich auf Angaben der Ermittler stützte, hatte der Schütze bei der Tat handschriftliche Stücke bei sich, in denen er seinen Frust über das Alleinsein schilderte.

Obama wandte sich erneut an die Öffentlichkeit, nachdem er sich bereits am Donnerstag betrübt und zornig zugleich gezeigt und eine Verschärfung der Waffengesetze gefordert hatte. Am Freitag machte er den Kongress mitverantwortlich für die Gewalt. Der Mangel an schärferen Kontrollen sei "eine politische Entscheidung", sagte er im Weißen Haus. Er werde immer wieder die Untätigkeit der gewählten Parlamentarier ansprechen.

Schießereien wie die in Oregon seien "nicht normal", sagte Obama. Er rief die Wähler dazu auf, künftig bei den Wahlen die Haltung ihrer Kandidaten bei der Frage der Waffengesetze zu berücksichtigen. Im Kongress blockieren vor allem die Republikaner seit Jahren eine Verschärfung der Waffengesetze.

Seit einem Massaker mit 26 Toten an einer Schule in Newtown, das im Dezember 2012 die Nation aufgeschreckt hatte, gab es 142 Schießereien an US-Schulen. Im Schnitt war dies fast eine pro Woche. Nach Angaben der Website Shootingtracker gab es in diesem Jahr in den USA 296 Schießereien an 274 Tagen.

(AFP)
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