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Protest gegen Schließung
Amsterdams Prostituierte demonstrieren für offene Bordellfenster

Amsterdam: Prostituierte demonstrieren gegen Abschaffung von Schaufenstern
Amsterdam: Prostituierte demonstrieren gegen Abschaffung von Schaufenstern FOTO: dpa, stephan lb
Den Haag . In Amsterdam haben etwa 200 Menschen gegen die Verdrängung von Prostituierten aus dem angestammten Rotlichtviertel der Stadt protestiert. Sexarbeiterinnen und ihre Sympathisanten zogen am Donnerstag lärmend mit roten Schirmen und Transparenten durch die Straßen.

In der niederländischen Metropole Amsterdam haben hunderte Menschen gegen die Abschaffung von Schaufenstern demonstriert, in denen sich Prostituierte ihren Kunden anbieten. An der Protestkundgebung im Rotlichtviertel der Stadt hätten sich am Donnerstag etwa 250 Demonstranten beteiligt, sagte Polizeisprecherin Marjolein Koek der Nachrichtenagentur AFP.

Die Stadt plant, einige der Schaufenster zu schließen, um Menschenhandel und andere Vergehen einzudämmen. Etwa 115 von insgesamt 500 der rot oder pink beleuchteten Schaufenster wurden bereits dicht gemacht.

"Wie Geächtete behandelt"

An der Demonstration beteiligten sich zahlreiche Prostituierte. Viele von ihnen waren maskiert, um nicht erkannt zu werden. Sie trugen Transparente mit Parolen wie "Rettet nicht uns, rettet unsere Schaufenster". Während der Kundgebung blieben einige Schaufenster leer; die Prostituierten hinterließen stattdessen eine Nachricht an Bürgermeister Eberhard van der Laan: "Du stiehlst unsere Jobs."

"Sex ist in den Niederlanden eine legale Branche und wir brauchen Unterstützung, wir wollen von den Politikern ernst genommen werden", sagte eine Sprecherin der Prostituierten der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Sie und ihre Kolleginnen würden jedoch wie "Geächtete" behandelt und "aus dem Viertel geworfen, ohne dass uns jemand nach unserer Meinung fragt".

7000 Prostituierte in Amsterdam beschäftigt

Prostitution ist in den Niederlanden seit 2000 legal. In Amsterdam gehen etwa 7000 Menschen dieser Profession nach. Etwa zwei Drittel von ihnen kommen aus ärmeren Ländern, insbesondere aus Osteuropa.

(AFP/ap)
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