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Flugzeugabsturz
Angehörige von MH17-Opfern verklagen Russland und Putin

Angehörige von MH17-Opfern verklagen Wladimir Putin und Russland
Alle 298 Menschen an Bord kamen 2014 ums Leben FOTO: dpa, ase mb soe
Sydney. Die Angehörigen von 33 Passagieren der vor fast zwei Jahren über der Ostukraine abgeschossenen Malaysia-Airlines Maschine haben Klage gegen Russland und Präsident Wladimir Putin eingereicht.

Das sagte ihr Anwalt Jerry Skinner in Sydney der Deutschen Presse-Agentur. Die Angehörigen verlangten zehn Millionen US-Dollar pro Person (circa neun Millionen Euro). Russland hat eine Beteiligung an dem Abschuss stets dementiert. Skinner hatte bereits Angehörige von Opfern des Lockerbie-Anschlags von 1988 vertreten. Damals starben 270 Menschen bei der Explosion einer Bombe in einem PanAm-Flug von London nach New York.

Flug MH17 war am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Malaysia über dem Kampfgebiet der Ostukraine abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord starben. Die Rakete wurde nach Angaben der britischen Recherchegruppe Bellingcat von einer Einheit abgeschossen, die zu den russischen Streitkräften gehörte. Die niederländischen Behörden wollen sich zu der Frage, wer die Rakete abfeuerte, erst in der zweiten Jahreshälfte äußern.

Die Klage sei beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht worden. "So eine Tat, die ein Zivilflugzeug in einer Konfliktzone zerstört, verstößt gegen das Recht auf Leben", sagte der US-Anwalt Skinner von der Firma LHD Lawyers. Die Angehörigen werfen Russland nach seinen Angaben vor, die Beteiligung an der Tat verschleiert und keine internen Untersuchungen eingeleitet zu haben.

 

(crwo/dpa)
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