Blutiger Überfall auf christliches Dorf: Angreifer töten Pastor in Nigeria
zuletzt aktualisiert: 17.03.2012 - 18:07Kano (RPO). Bewaffnete Angreifer haben in einem mehrheitlich christlichen Dorf im Norden Nigerias zehn Menschen getötet. Bei dem Angriff auf das Dorf Nayi in dem unruhigen Bundesstaat Kaduna am Donnerstagabend sei auch ein Pastor getötet worden, zudem seien vier Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.
Demnach wurden Polizisten in das Dorf nahe der Stadt Zonkwa geschickt, um für Sicherheit zu sorgen.
Im mehrheitlich von Christen bewohnten Süden von Kaduna waren nach dem Wahlsieg von Präsident Goodluck Jonathan im April 2011 hunderte Menschen getötet worden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wurden bei den Auseinandersetzungen zwischen christlichen und muslimischen Gruppen im Norden Nigerias insgesamt mindestens 800 Menschen getötet.
Seitdem gibt es immer wieder nächtliche Übergriffe auf Dörfer, bei denen es sich offenbar um Vergeltungsangriffe für die ethnisch-religiösen Unruhen nach den Präsidentenwahlen handelt. Im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes gibt es zudem seit Monaten blutige Angriffe der islamistischen Sekte Boko Haram auf Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter und christliche Kirchen.

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