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Bombenanschlag
Zahl der Todesopfer in Ankara steigt auf 97

Tote und Verletzte bei Explosionen in Ankara
Tote und Verletzte bei Explosionen in Ankara FOTO: afp, ADM/NB
Ankara. Nach dem Anschlag auf eine Friedensdemonstration in Ankara ist die Zahl der Todesopfer der türkischen Regierung zufolge auf 97 gestiegen. 95 Tote wurden mittlerweile identifiziert.

Das teilte das Amt von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am Sonntagabend auf der Website des Regierungschefs mit. Unter den Toten sei ein Palästinenser. Mehr als 500 weitere Menschen wurden bei dem Anschlag am Samstag verletzt. Bei den beiden mutmaßlichen Selbstmordattentätern handelt es sich den Ermittlern zufolge um Männer. Ihre Identifizierung sei noch im Gange. Die türkische Regierung verdächtigt die Islamistenorganisation Islamischer Staat (IS).

Zwei Explosionen hatten sich am Samstagmorgen inmitten der Teilnehmer einer Friedensdemonstration von linken Gruppen und Parteien ereignet, die sich in der türkischen Hauptstadt vor dem Hauptbahnhof versammelt hatten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach von einem "abscheulichen Anschlag" auf Einheit und Frieden des Landes. Zu dem regierungskritischen Protestmarsch hatte unter anderen die Kurdenpartei HDP aufgerufen.

In der Türkei war in den vergangenen Monaten der Konflikt zwischen der Regierung und den kurdischen Rebellen wieder eskaliert. Seither wurden 140 türkische Sicherheitskräfte bei PKK-Anschlägen und 1700 kurdische Rebellen bei Armee-Bombardements getötet.

(AFP)
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