Snomageddon 2.0: Anrückender Schneesturm legt Washington lahm
zuletzt aktualisiert: 10.02.2010 - 06:23Washington (RPO). Der zweite Schneesturm in kurzer Folge legt das politische Leben in Washington lahm. Nachdem US-Meteorologen für heute (Mittwoch) bis zu 30 Zentimeter Neuschnee an der Ostküste erwarteten, sagte das Repräsentantenhaus für die restliche Woche alle Abstimmungen ab.
Auch die Anhörung von Fed-Chef Ben Bernanke wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Die demokratische Führung im Senat hoffte darauf, am Donnerstag wieder die Arbeit aufnehmen zu können.
Im Weißen Haus wurde ein Konzert zu Ehren der Bürgerrechtsbewegung mit Bob Dylan, Joan Baez und Seal auf Dienstagabend vorgezogen. Das Oberste Gericht hält gegenwärtig ohnehin keine Sitzungen ab. Einige Richter sind zu Vorträgen in wärmere Bundesstaaten wie Florida oder Kalifornien gereist.
Die Einrichtungen der Bundesregierung in Washington blieben bereits am Dienstag den zweiten Tag in Folge geschlossen. Am Wochenende waren an der Ostküste zum Teil mehr als 80 Zentimeter Schnee niedergegangen. Seitdem sind im Großraum der Hauptstadt immer noch mehr als 10.000 Menschen ohne Strom.
Wegen des zweiten Sturms - in der Bevölkerung "Snomageddon 2.0" genannt, eine Kombination aus "snow" für "Schnee" und "Armageddon" - haben die Fluggesellschaften zahlreiche Flüge nach Washington gestrichen. In mehreren Bezirken fällt die Schule die gesamte Woche aus.
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