| 20.47 Uhr

Gaziantep in der Türkei
29 Opfer des Attentats sind Kinder und Jugendliche

Anschlag in Gaziantep: 29 der Opfer sind Kinder und Jugendliche
FOTO: afp, OZN
Istanbul. Ein Selbstmordattentäter hat sich am Wochenende auf einer Hochzeitsfeier im Südosten der Türkei in die Luft gesprengt. Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer auf  54 gestiegen. Die meisten von ihnen waren Kinder.

44 Tote sind nach dem Selbstmordanschlag auf einer Hochzeit im türkischen Gaziantep, nahe der syrischen Grenze, identifiziert. 29 von ihnen seien unter 18 Jahre alt, berichteten türkische Nachrichtensender am Montag. Insgesamt waren bei dem Anschlag auf eine kurdische Hochzeitsfeier in der südosttürkischen Stadt mindestens 54 Menschen ermordet worden.

Bekannt hat sich bisher niemand zu dem Blutbad. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan äußerte die Überzeugung, dass der Anschlag von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt wurde.

Die türkische Zeitung "Hürriyet" berichtete zudem am Montag, auf Überwachungskameras in Gaziantep sei zu sehen, dass das Kind von zwei Personen begleitet worden sei. Sie hätten sich entfernt, bevor die Bombe detonierte.

Dass es sich bei dem Attentäter um ein Kind handelte, hat die türkische Regierung am Montagabend jedoch wieder zurückgenommen. "Wir haben keine Ahnung, wer hinter der Attacke steckt", sagte der türkische Regierungschef Binali Yildirim. Frühere Berichte, dass es sich bei dem Attentäter um ein Kind handelte und die Miliz Islamischer Staat (IS) dahinterstecke, seien "leider nicht richtig".

(lai/afp/dpa)
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