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Anweisungen für Antibabypille inkorrekt
113 Frauen verklagen US-Konzerne wegen Schwangerschaften

Antibabypille: Frauen verklagen US-Pharmakonzerne
Auf der Packungsbeilage stand die falsche Einnahmereihenfolge. FOTO: Shutterstock.com/ Doruk Sikman
New York. Wegen falscher Hinweise auf den Verpackungen mehrerer Antibabypillen haben mehr als hundert Frauen in den USA eine Klage gegen vier Pharmaunternehmen eingereicht. Sie stellen wegen ungewollter Schwangerschaften Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe.

Das teilte ihr Anwalt Keith Bodoh am Donnerstag mit. Die Verhütungsmittel waren unwirksam, weil auf den Packungshinweisen eine falsche Reihenfolge zur Einnahme der Pillen angegeben war.

Ein Großteil der 113 Klägerinnen verlangt Schmerzensgeld sowie eine Entschädigung für entfallene Gehälter und die medizinischen Kosten der Geburt. Einige verlangen außerdem die Übernahme sämtlicher Bildungskosten ihrer Kinder bis zum 18. Lebensjahr. Von den 113 Frauen hatten nach Angaben des Anwalts 94 entbunden. 17 brachen demnach die Schwangerschaft ab, während zwei Frauen nicht schwanger wurden.

Die Klage richtet sich gegen die US-Unternehmen Vintage, Qualitest, Endo sowie den kanadischen Konzern Pantheon, welche die Pillen unter acht verschiedenen Markennamen verkauft hatten. Im September 2011 hatte Qualitest freiwillig mehrere Chargen des Verhütungsmittels wegen eines Verpackungsfehlers zurückbeordert und vor dem Risiko einer ungewollten Schwangerschaft gewarnt.

(AFP)
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