| 18.13 Uhr

Flüchtlinge im Stadtteil Alimos
Sorge in Athen um mögliche Prostitution Minderjähriger

Athen. Scharfe Kritik zum Versagen des griechischen Staates in der Flüchtlingskrise von Andreas Kondylis, dem Bürgermeister des Athener Stadtteils Alimos: In seinem Stadtteil würden minderjährige Migranten allabendlich auf den Strich geschickt, die Polizei sei jedoch nirgends zu entdecken.

Das beklagte Kondylis am Freitag. "Wir erhalten immer häufiger Beschwerden und Hinweise drauf, dass sich am ehemaligen Flughafen 'Ellinikon' minderjährige Flüchtlingskinder prostituieren", so Kondylis. Dort in den Gebäuden des ausrangierten Flughafens finden die Menschen seit Monaten Unterschlupf. In der Mehrheit handelt es sich um Afghanen; dem griechischen Stab für die Flüchtlingskrise zufolge leben auf dem Gelände derzeit mehr als 3000 Menschen.

Eisenbahnwagen soll zum Bordell umfunktioniert worden sein

Auch der nordgriechische Grenzort Idomeni sorgte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen. Nicht nur, weil Flüchtlinge und Migranten am Mittwoch ein weiteres Mal die Grenze nach Mazedonien stürmen wollten und sich Scharmützel mit der griechischen Polizei lieferten, sondern auch, weil im improvisierten Flüchtlingslager ein Eisenbahnwaggon zum Bordell umfunktioniert worden sein soll.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenze kann diese Gerüchte vor Ort nicht bestätigen; griechische Journalisten hingegen berichten, sie hätten den Waggon ausfindig gemacht, seien jedoch von Migranten unter Androhung von Gewalt davongejagt worden.

(dpa)
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