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Axt-Anschlag in Würzburg
Die Opfer waren wegen einer Hochzeit in Europa

Axt-Anschlag in Würzburg: Die Opfer waren wegen einer Hochzeit in Europa
Zwei Schwerverletzte des Würzburger Anschlags schweben immer noch in Lebensgefahr. FOTO: dpa, fpt
Düsseldorf/Hongkong. Zwei der Würzburger Terror-Opfer sind nach wie vor in Lebensgefahr. Dabei soll es sich um den Vater der Hongkonger Touristenfamilie und den Freund der Tochter handeln. Familienmitglieder sind mittlerweile angereist.

Die chinesischen Zeitung "South China Morning Post" berichtet, dass die Familie wegen einer Hochzeit in Europa war. Eine Tochter habe in Großbritannien geheiratet.

Die Verwandten der Touristenfamilie sind am Mittwoch in Deutschland angekommen. Die älteste Tochter Sylvia der Familie kam mit ihrem Ehemann, um ihren Angehörigen im Krankenhaus beizustehen. Ihr 62-jähriger Vater soll einer der beiden lebensgefährlich verletzten Personen sein. Der andere Verletzte, der in Lebensgefahr schwebt, ist der Freund der 26-jährigen Tochter Tracy, Edmund. Seine Mutter und seine Schwester kamen ebenfalls nach Deutschland.

Die 30-jährige Tochter Sylvia äußerte sich erstmals darüber, was in dem Zug in Würzburg am Montagabend passiert ist. Demnach sei der Angreifer als erstes auf den Freund ihrer Schwester losgegangen. Danach sollen sich der Vater und die Mutter dem Angreifer in den Weg gestellt haben.

Auch am Mittwoch gab es keine Verbesserung des Gesundheitszustands der beiden lebensgefährlich Verletzten, das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und die  "South China Morning Post". Einer der beiden soll eine schwere Kopfverletzung haben, der andere schwerwiegende Verletzungen im Unterleib. Das schreibt die Hongkonger Tageszeitung unter Berufung auf Informationen aus dem Familienkreis. Der Gesundheitszustand der 26-jährigen Tochter Tracy soll stabil sein. Sie wird im Klinikum Nürnberg behandelt. Sie ist das dritte Kind der Familie. Der 17-jährige Sohn, der bei der Reise dabei war, wurde nicht verletzt. Die 58-jährige Mutter der Familie liegt in der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg. Außerdem wurde eine 51-jährige Fußgängerin bei der Attacke schwer verletzt.

Am Montagabend hatte ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan in einem Regionalzug bei Würzburg die vierköpfige Familie aus Hongkong und den Freund der Tochter angegriffen. Mittlerweile gehen die Ermittler von einem Anschlag aus, weil der 17-jährige Verbindungen zum IS gehabt haben soll. Die Bundesanwaltschaft hat den Fall übernommen.

 

(heif )
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