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Sechs Tage nach dem Beben in Haiti: Baby lebend aus den Trümmern geborgen

zuletzt aktualisiert: 19.01.2010 - 10:46

Port-au-Prince (RPO). Die Rettertrupps in Haiti hatten die Hoffnung schon aufgegeben. Doch sechs Tage nach dem Erdbeben wurden sie noch einmal Zeuge eines kleinen Wunders: Helfer retteten ein Baby aus den Trümmern der Hauptstadt Port-au-Prince - unverletzt.

Das ungefähr anderthalb Jahre alte Mädchen war lediglich mit Staub bedeckt. Die Krankenschwestern einer Klinik klatschten vor Freude, als das Baby am Montag bei ihnen eingeliefert wurde. "Sie hat keine Verletzungen. Nur ein Kind kann sechs Tage lang in so einer Lage überleben", sagte eine Schwester, während sie das Baby liebevoll in ihren Armen hielt. Von den Eltern der Kleinen fehlt jede Spur. Sie sind in den Trümmern ihres Hauses vermutlich gestorben.

Derweil kümmeten sich Ärzte in einem israelischen Feldlazarett nahe der haitianischen Hauptstadt weiter um den acht Monate alten Jean-Louis Brahms. Er lag fünf Tage lang unter den Trümmern seines Hauses begraben, bis ihn die Rettungskräfte endlich fanden. "Wenn ich ihn ansehe, dann weine ich vor Freude. Ich glaube mehr an Gott als je zuvor", sagte seine Mutter. Auch ihr Mann und ihr älterer Sohn leben: Sie konnten vor dem Einsturz ihres Hauses am vergangenen Dienstag noch entkommen.

Quelle: AFP/pst

 
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