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Sie gehen mit Knüppeln aufeinander los: Bandenkrieg im Herzen von Paris

zuletzt aktualisiert: 03.09.2007 - 14:38

Paris (RPO). Schon wieder haben sich inmitten der Pariser Innenstadt rivalisierende Banden Straßenschlachten geliefert. Die Gangs gingen bestens organisiert und mit Holzknüppeln aufeinander los. Auch die Polizei suchte vorübergehend Deckung.

In acht EU-Staaten nimmt die Zahl rassistischer Gewaltakte zu.  Foto: ddp
In acht EU-Staaten nimmt die Zahl rassistischer Gewaltakte zu. Foto: ddp

Wie die Polizei am Montag bekanntgab, wurden am Sonntagabend nach gewaltsamen Rangeleien am Nordbahnhof 18 Personen festgenommen, davon elf Jugendliche. Zwei Personen wurden verletzt. Anlass der jüngsten Kämpfe sei vermutlich ein Streit in einer Disco gewesen, hieß es. Nach einem ersten Eingreifen der Polizei formierten sich die Gangs erneut, bis die Einsatzkräfte Verstärkung erhielten.

Erst in der Vorwoche war es am Nordbahnhof sowie im Vergnügungsviertel Pigalle zu Straßenschlachten zwischen Banden aus den nördlichen Vororten gekommen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren mit blanken Waffen aufeinander losgegangen. Damals wurden 15 Personen festgenommen, darunter mehrere wegen versuchten Totschlags. Anwohner berichteten von blutenden Opfern in den Straßen.

Premierminister François Fillon zeigte sich beunruhigt von den Gewaltexzessen im Herzen von Paris. Er kündigte am Montag ein hartes Durchgreifen an. "Wir werden überall Kameras installieren", sagte er am Schauplatz der Kämpfe. Nach Einschätzung der Polizeigewerkschaft SO steckt der Handel mit Waffen oder Drogen hinter den Ausschreitungen. "Die Urheber sind Wiederholungstäter und müssen zu härteren Strafen verurteilt werden", sagte SO-Sprecher Mohamed Douhane. Er kritisierte zudem eine mangelnde Koordination zwischen den verschiedenen Einsatzkräften.

Quelle: ap

 
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