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Konföderierten-Flagge zur Begrüßung
Obama besucht als erster US-Präsident ein Bundesgefängnis

Barack Obama besucht als erster US-Präsident ein Bundesgefängnis
FOTO: ap
El Reno. Als erster amtierender US-Präsident hat Barack Obama ein Bundesgefängnis besucht. Die Visite am Donnerstag in der Haftanstalt von El Reno im US-Staat Oklahoma ist Teil von Obamas Bemühungen für eine grundlegende Reform des Strafrechtssystems in den USA.

Der Präsident trifft sich mit Gefängnisinsassen und hält eine Rede über seine Reformpläne. In keinem Land der Erde sitzen mehr Menschen im Gefängnis als in den USA. Die rund 2,2 Millionen US-Insassen machen fast ein Viertel der weltweiten Gefängnisbevölkerung aus. Überproportional stark betroffen sind Afroamerikaner und hispanischstämmige Bürger.

Harte Mindeststrafen etwa bei Drogendelikten haben die Zahl der Häftlinge in den USA in den vergangenen 30 Jahren stark ansteigen lassen. Obama will gegen die Diskriminierung von Minderheiten, überbelegte Gefängnisse und unverhältnismäßig lange Haftstrafen vorgehen.

Zur Begrüßung in Oklahoma City wurde Obama bei seiner Ankunft vor einem Hotel mit der umstrittene Konföderierten-Flagge empfangen worden. Eine Gruppe von etwa zehn Bürgern schwenkte das umstrittene Banner, berichteten US-Medien.

Die Unterstützer der Flagge argumentierten im lokalen Fernsehsender KFOR bei der Aktion am Mittwochabend (Ortszeit), dass die Konföderierten-Flagge aus dem Bürgerkrieg lediglich die Geschichte des Staates repräsentiere. Kritiker sehen in der Fahne hingegen ein Symbol des Rassismus.

Die Debatte um die Flagge war nach dem rassistisch motivierten Massaker an neun Schwarzen im Juni in einer Kirche in Charleston (South Carolina) neu entbrannt. Das Parlament in South Carolina hatte in der vergangenen Woche beschlossen, die Flagge vor dem Kapitol in der Hauptstadt Columbia einholen zu lassen.

(AFP, dpa)
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