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Unglück in Mali 2014
Vereiste Sensoren ließen Air-Algérie-Flug abstürzen

Fotos: Das Trümmerfeld nach Absturz der Air-Algerie-Maschine
Fotos: Das Trümmerfeld nach Absturz der Air-Algerie-Maschine FOTO: afp, SK/sd
Paris. Französische Ermittler sind sich sicher: Der Absturz des Air-Algérie-Fluges im Juli 2014 ist nach ihrer Ansicht durch die Vereisung mehrerer Sensoren verursacht worden.

Das französische Büro für Ermittlungen und Analysen (BEA) legte am Samstag erste Erkenntnisse zu dem Unglück vor, bei dem im Norden Malis auf dem Flug von Ouagadougou nach Algier 116 Menschen ums Leben gekommen waren. Demnach versäumten es die Piloten, ein Enteisungssystem anzuschalten, das verhindert hätte, dass mehrere Sensoren vereisten und eine Fehlfunktion auslösten.

Laut der BEA hatte die Maschine vom Typ McDonnell Douglas 83, die von der spanischen Swiftair angemietet worden war, ohne besondere Vorkommnisse die Flughöhe von 9500 Metern erreicht. Zwei Minuten später sei aber zunächst am rechten und dann am linken Triebwerk eine Fehlfunktion aufgetreten, erklärte die BEA. Durch den verringerten Schub habe das Flugzeug an Geschwindigkeit verloren habe, so dass es letztlich zu einem Strömungsabriss gekommen sei. Die Fehlfunktion sei auf die Vereisung der Drucksensoren an der Spitze der Triebwerke zurückzuführen.

Offenbar hätten die Piloten versäumt, ein Enteisungssystem anzuschalten, das die Sensoren mit heißer Luft am Vereisen hindert, erklärte die BEA. Laut der Behörde gab es im Juni 2012 und 2014 ähnliche Vorfälle bei McDonnell-Douglas-Flugzeugen, doch seien sie damals rechtzeitig bemerkt und korrigiert worden. Die Behörde will bis Dezember ihren Abschlussbericht zu dem Unglück vorlegen. Auf der Grundlage der ersten Erkenntnisse soll rasch eine Anweisung herausgebracht werden, wie Piloten mit einer ähnlichen Situation umgehen können.

(AFP)
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