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Geflügel verbannt, Zoo fürchtet um seine Vierbeiner: Bedroht die Vogelgrippe auch die Pandabären?

zuletzt aktualisiert: 14.02.2004 - 10:04

Bangkok (rpo). Die Furcht vor einem Übergreifen der Geflügelpest auf andere Tierarten wächst. Thailand hat große Sorge um seine zwei Riesenpandabären. Im Zoo von Chiang Mai wurden erste Schutzmaßnahmen getroffen.

Die Beschäftigten bemühten sich, frei in dem Zoo lebendes Wildgeflügel von den Pandas fern zu halten, erklärte Direktor Tanapat Pongpamorn am Samstag. Die beiden Pandas wurden für 250.000 Dollar (195.000 Euro) für zehn Jahre von China ausgeliehen.

Der thailändische Umweltminister Prapad Panyachatraksa erklärte, im Vogelpark Bungboraphet rund 200 Kilometer nördlich von Bangkok seien mehr als 200 Kraniche gestorben. Zur Ermittlung der Todesursache würden Tests durchgeführt. Am Freitag hatte Minister Prapat erklärt, dass in einem Zoo in der Provinz Chonburi offenbar erstmals ein Leopard an Geflügelpest gestorben sei. Eine endgültige Bestätigung stand zunächst noch aus.

In Taiwan ordneten die Behörden auf einer Ziervogelfarm die Tötung von etwa 300 Tieren an. Untersuchungen hatten ergeben, dass einige der Vögel mit dem Virus H5N2 infiziert waren, einer weniger gefährlichen Form der Vogelgrippe.

Die Krankheit ist nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) in mehreren asiatischen Staaten noch immer nicht unter Kontrolle. Aus Kambodscha, China, Indonesien und Laos würden weiterhin neue Fälle der Krankheit bei Geflügel gemeldet, erklärte die FAO. Zur Eindämmung der Seuche seien asienweit ohne Berücksichtigung von China bislang rund 80 Millionen Hühner getötet worden.

Die indischen Behörden kündigten für Montag eine Krisensitzung von Experten aus sieben südasiatischen Staaten an. Dabei soll eine Strategie erarbeitet werden, um die Ausbreitung der Seuche in der bevölkerungsreichen Region zu verhindern. In Vietnam sind bislang 14 Menschen an Vogelgrippe gestorben, fünf in Thailand. Der auch für Menschen gefährliche Erreger H5N1 trat bislang in acht asiatischen Ländern auf: Kambodscha, China, Indonesien, Japan, Laos, Südkorea, Thailand und Vietnam.

Die Chancen für den zweiten Panda-Zwilling im Zoo von San Diego stehen nicht gut.  Foto: RPO
Die Chancen für den zweiten Panda-Zwilling im Zoo von San Diego stehen nicht gut. Foto: RPO

 
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