Datenskandal in Norwegen: Behörde verschickt geheime Personennummern
zuletzt aktualisiert: 17.09.2008 - 17:41Oslo (RPO). In Norwegen sind vertrauliche Behördendaten von fast vier Millionen Bürgern versehentlich an Zeitungs- und Rundfunkredaktionen verschickt worden. Die Steuerbehörde hat die Redaktionen um die Rückgabe der CDs gebeten.
Wie die Steuerbehörde am Mittwoch in Oslo einräumte, wurden die CDs mit Steuererklärungen und persönlichen Kennnummern von fast allen der 4,6 Millionen Einwohner des Landes an neun Zeitungen, Radios und Fernsehsender verschickt. Finanzministerin Kristin Halvorsen bezeichnete den Vorfall als "sehr ernst". Es deute jedoch nichts darauf hin, dass die Daten in falsche Hände geraten seien, sagte sie dem Fensehsender TV2 Nyhetskanal.
Steuerdaten sind in Norwegen öffentlich zugänglich. Die persönlichen Kennnummern, mit denen die Bürger beispielsweise eine Adressänderung vornehmen oder Bestellungen aufgeben können, sind jedoch vertraulich.
Die Steuerbehörde hat die Redaktionen bereits um die Rückgabe der CDs gebeten. Sie wies außerdem darauf hin, dass die Daten nur mit einem Passwort eingesehen werden könnten. Im Oktober 2007 hatten Hacker die Internetseite eines norgewischen Telefonanbieters geknackt und sich die Nummern und Adressen von 60.000 Nutzern beschafft, darunter die des Chefs der Datenschutz-Behörde.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum