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Nach Einigung
Nothilfen für Bauern: Milch in Belgien könnte teurer werden

Zehn ungewöhnliche Fakten zu Milch
Zehn ungewöhnliche Fakten zu Milch FOTO: dpa, Sebastian Kahnert
Brüssel. Nach einer Einigung in Belgien auf Nothilfen für Bauern dürfte sich Milch in den Geschäften des Landes verteuern. Die Bevölkerung sei solidarisch mit den Landwirten, sagte Agrarminister Willy Borsus am Montag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga. Er nannte den Kompromiss historisch.

Zuvor hatten sich Vertreter von Bauern, Handel und Nahrungsmittelindustrie nach wochenlangen Verhandlungen auf Extra-Hilfen für Milch- und Schweinefleischerzeuger geeinigt. Wie in europäischen Nachbarländern auch klagen Landwirte in Belgien über einen Preisverfall ihrer Produkte.

Das belgische Programm läuft über die nächsten sechs Monate. Pro Liter Milch sollen für Bauern etwa 2,7 Cent mehr fließen. Für Milcherzeuger sollen insgesamt 46 Millionen Euro zusammenkommen, für Schweinefleischerzeuger 30 Millionen Euro.

Die europäischen Agrarminister wollen am 7. September bei einem Sondertreffen in Brüssel über die angespannte Lage beraten. Tausende Bauern werden nach Angaben von Verbänden dann zu Protesten in die belgische Hauptstadt kommen. Es wird ein Verkehrschaos befürchtet.

(dpa)
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