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Entscheidung der Unesco
Belgische Bierkultur zum Weltkulturerbe erklärt

Belgisches Bier zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt
Das belgische Bier wurde zum Weltkulturerbe "gekrönt" (Archivbild). FOTO: dpa, mb htf olg
Bonn/Addis Abeba. Wer belgisches Bier trinkt, darf sich ab sofort als Verfechter der Hochkultur bezeichnen. Die belgische Bierkultur ist offiziell zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt worden.

Das beschloss die Unesco am Mittwoch im äthiopischen Addis Abeba, wie sie auf ihrem Twitter-Kanal mitteilte. Ebenfalls neu in die Liste aufgenommen wurden etwa die kubanische Rumba und das Frühlingsfest "Fallas" in Valencia.

Den Aufnahmeantrag hatte die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens gestellt, wie sie in Eupen mitteilte. Die Vize-Ministerpräsidentin der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Isabelle Wekymans, bezeichnete die Anerkennung durch die Unesco als "Krönung" der gemeinsamen Arbeit von Brauereiverbänden, Biertester-Vereinigungen und in diesem Bereich spezialisierten Einrichtungen.

Weltweit fördert die Unesco seit 2003 den Erhalt von Alltagskulturen und -traditionen. Für die Aufnahme ist laut der Deutschen Unesco-Kommission (DUK) entscheidend, dass eine kulturelle Ausdrucksform "nachweisbar lebendig und für die Trägergemeinschaft identitätsstiftend" ist. Das Verfahren ist zweistufig: Jedes Land baut ein Verzeichnis auf, im nächsten Schritt können Vorschläge für die weltweite Unesco-Liste eingereicht werden.

Im deutschen Verzeichnis befinden sich derzeit 34 Einträge. Über Neueinschreibungen in die weltweite Liste entscheidet die Weltkulturorganisation noch bis Donnerstag. Vorgeschlagen wurden 37 Bräuche und Traditionen, darunter auch die deutsche Nominierung der Idee und Praxis der Genossenschaften. Deutschland ist zudem an der Nationen übergreifenden Nominierung der Falknerei beteiligt.

(hebu/kna)
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