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Benoît Violier
Bester Sternekoch der Welt tot in Wohnung gefunden

Benoît Violier ist tot: Bester Koch der Welt mit 44 Jahren gestorben
Sternekoch Benoît Violier. FOTO: dpa
Lausanne. Der französische Sternekoch Benoît Violier ist im Alter von 44 Jahren gestorben. Die genauen Umstände seines Todes würden untersucht, heißt es von der Polizei.

Sein Leichnam wurde nach Angaben der Waadtländer Kantonspolizei am späten Sonntagnachmittag in seiner Wohnung gefunden. Alles deute auf einen Suizid hin. Erst vor einigen Wochen war Violiers Restaurant "L'Hôtel de Ville" in Crissier als "Bestes Restaurant der Welt" geehrt worden. Der Guide Michelin hatte das "L'Hôtel de Ville" mit drei Sternen ausgezeichnet.

Violiers Familie bitte darum, in Ruhe gelassen zu werden, um ungestört trauern zu können. Violier hinterlässt eine Frau und einen Sohn. Gemeinsam mit seiner Frau Brigitte hatte er 2012 die Leitung des Restaurants "L'Hôtel de Ville" übernommen. Sein Vorgänger und Mentor Philippe Rochat war im vergangenen Sommer unerwartet mit 61 Jahren bei einer Fahrradtour gestorben.

In den sozialen Netzwerken löste der Tod Violiers zahlreiche Reaktionen aus. Berühmte Namen aus der Gastronomie teilten ihre Trauer und ihr Unverständnis mit. Paul Bocuse schrieb: "Großartiger Koch, großartiger Mann, gigantisches Talent. All unsere Gedanken sind mit der Familie und den Verwandten von Benoît Violier."

Laut Medieninformationen wäre Violier am Montag in Paris bei der Präsentation des aktuellen Guide Michelin erwartet worden. Dort wurde eine Schweigeminute zu Ehren Violiers abgehalten. Star-Koch Alain Ducasse vom Pariser "Plaza Athénée" betonte seine Wertschätzung und Hochachtung für seinen Kollegen. Viele Spitzenköche drückten auch über Twitter ihre Bestürzung aus. "Großer Koch, großer Mann, riesiges Talent", schrieb der französische Meisterkoch Paul Bocuse. "Schrecklich traurig über den brutalen Verlust von Benoît Violier", schrieb die vielfach ausgezeichnete französische Köchin Anne-Sophie Pic.

Violier wurde als Sohn einer Winzerfamilie am 22. August 1971 im französischen Saintes geboren und wuchs mit sechs Geschwistern auf. Laut Biografie auf seiner Homepage entdeckte er schon früh die Leidenschaft am Kochen. Die ersten Schritte am Herd machte er mit seiner Mutter, während ihn sein Vater in die Geheimnisse der Jagd und des Weines eingeweiht habe. Erst vor kurzem erhielt Violier die Schweizer Staatsbürgerschaft.

(lukra/dpa)
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