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Mindestens neun Tote: Bergsteigertragödie am K2

zuletzt aktualisiert: 04.08.2008 - 10:12

Islamabad (RPO). Mindestens neun Bergsteiger sind bei der Besteigung des zweithöchsten Gipfels der Welt am Wochenende ums Leben gekommen. Bis zu acht weitere Teilnehmer verschiedener ausländischer Expeditionen galten im Massiv des K2 nach dem Abgang einer Eislawine zunächst als vermisst.

Derzeit bemühen sich die Rettungskräfte fieberhaft um die Bergung eines festsitzenden italienischen Alpinisten. Zwei Rettungshubschrauber brachen am Montag zum zweithöchsten Gipfel der Erde auf, dem K2 in Pakistan. Der Italiener leide an schweren Erfrierungen, teilten die Rettungskräfte mit. Vier weitere Bergsteiger sollten aus einem Zwischenlager in 6.500 Metern Höhe evakuiert werden.

Nach Angaben des pakistanischen Bergvereins bestiegen am Freitag insgesamt 22 überwiegend ausländische Kletterer in acht verschiedenen Gruppen den K2. Beim Abstieg riss eine Lawine etwa 350 Meter unterhalb des Gipfels Seile weg und damit mindestens neun Bergsteiger in den Tod. Weitere Alpinisten wurden eingeschlossen.

Der K2 im pakistanisch-chinesischen Grenzgebiet im Himalaya ist mit 8.600 Metern der zweithöchste Berg der Erde. Er gilt als schwerer zu besteigen als der rund 240 Meter höhere Mount Everest.

Erst Mitte Juli scheiterte eine Expedition von drei Südtirolern im pakistanischen Himalaya an der Besteigung des Nanga Parbat. Der 37-jährige Expeditionsleiter Karl Unterkircher bezahlte den Versuch, den mit 8.125 Metern neunthöchsten Berg der Erde auf einer neuen und schwierigen Route zu besteigen, mit seinem Leben. Er stürzte in eine Gletscherspalte.

Seine beiden Kameraden wollten die Expedition abbrechen, mussten wegen des schwierigen Geländes jedoch erst auf knapp 7.300 Meter aufsteigen, bevor sie einen sicheren Abstieg antreten konnten. Wegen schlechten Wetters saßen sie mehrere Tage fest. Nach einer neuntägigen Odyssee wurden Simon Kehrer und Walter Nones schließlich in etwa 5.700 Meter Höhe von Hubschraubern erfolgreich geborgen.

Quelle: ap

 
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