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Vierter Toter nach Schweizer Amoklauf: Berühmter Schwinger unter den Opfern

zuletzt aktualisiert: 28.02.2013 - 15:00

Luzern (RPO). Warum ein Arbeiter einer Schweizer Holzfabrik Kollegen tötete, ist weiter rätselhaft. Klar ist immerhin, was für eine Waffe er benutzte. Und auch, dass eines der Opfer ein beliebter Sportler war.

Einen Tag nach dem Amoklauf in einer Schweizer Holzfabrik ist am Donnerstag ein weiteres Opfer der Bluttat seinen Schussverletzungen. Die Zahl der Toten erhöhte sich damit auf vier, wie die Polizei mitteilte. Unter den beiden Toten ist auch ein prominenter Schweizer Schwinger.

Waffe nicht aus Armeebeständen

Wie die Ermittler bekanntgaben, schoss der Täter mit einer Pistole der Schweizer Marke Sphinx, Modell AT 380. Die Waffe stamme nicht aus Armeebeständen. Es sei aber weiterhin unklar, wie der 42-jährige Täter an die Pistole kam. Das als besonders akkurat und treffsicher geltende Modell wird unter anderem von einigen Polizei-Einheiten sowie von Sportschützen verwendet.

Der Innerschweizer Schwingerverband erklärte auf seiner Website, der Tod des 26-jährigen Benno Studer am Mittwoch "hat uns zutiefst erschüttert". Der gelernte Schreiner Studer sei ein Vorbild für viele Nachwuchssportler gewesen, erklärte der Verband. Das Schwingen ist eine in der Schweiz sehr beliebte traditionelle Variante des Ringens.

Gezielt auf Kollegen geschossen

Die Polizei setzte derweil die Ermittlungen zum Ablauf sowie dem Motiv der Bluttat in der Gemeinde Menznau fort. Der Amokschütze war ein langjähriger Mitarbeiter der Holzverarbeitungsfirma Kronospan. Dort dort schoss er am Mittwoch während der Frühstückspause gezielt auf Kollegen. Dabei tötete er zunächst zwei von ihnen, sieben Mitarbeiter wurden teils schwer verletzt - einer von ihnen starb nun.

Auch der Schütze wurde von der Polizei tot aufgefunden. Zur Ursache seines Todes machten die Ermittler bislang keine Angaben. Die Schweizer News-Plattform "20 Minuten" berichtete über Hinweise, wonach der Mann von Mitarbeitern erschlagen worden sein könnte, die dadurch den Amoklauf gestoppt hätten. Bei der Polizei gab es dafür aber bislang keine Bestätigung.

Quelle: dpa/sgo
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