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Ärger in niederländischem Dorf
Dorfbewohnerin will Flüchtlingen den Bürgersteig verbieten

Nimwegen. Im ost-niederländischen Dorf Beuningen gibt es Ärger um ein geplantes Asylzentrum. Eine Anwohnerin will den rund 300 Flüchtlingen verbieten lassen, den Bürgersteig zu benutzen. Sie stellte dazu sogar einen offiziellen Antrag bei der Stadt. 

Damit die Flüchtlinge nicht vor ihren Häusern zum Dorfzentrum laufen können, forderte die Anwohnerin die Schließung des Bürgersteiges. Der Antrag sei abgewiesen worden, teilte eine Sprecherin der Kommune am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Bewohnerin der Koningsstraat fürchtete nach Angaben der Sprecherin, dass der Wert ihrer Häuser sinken werde. Statt auf dem Fußweg, sollten die Flüchtlinge daher auf der Straße zum Dorfzentrum laufen. Der zuständige Stadtrat Piet de Klein sagte: "Ich versuche das zu verstehen, habe aber große Mühe damit."

Der niederländische "Telegraaf" berichtet über den Vorfall.

Ende des Jahres soll in dem Dorf bei Nimwegen im Osten der Niederlande ein Asylzentrum für rund 300 Menschen eröffnet werden. Das hatte zu Protesten in der rund 20.000 Einwohner zählenden Kommune geführt.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels war fälschlicherweise die Rede davon, dass mehrere Anwohner der Koningsstraat den betreffenden Antrag gestellt hätten.

(jco/dpa)
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