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Eine Tote und zwölf Schwerverletzte bei Angriff in Colombo
Bewaffnete greifen Wahlkampfveranstaltung in Sri Lanka an

Bewaffnete greifen Wahlkampfveranstaltung in Sri Lanka an
Ein Polizist untersucht den Tatort, an dem eine Frau getötet und zwölf Menschen verletzt wurden. FOTO: afp, IK/AMO
Colombo. Unbekannte haben am Freitag eine Wahlkampfveranstaltung in Sri Lanka angegriffen und mindestens einen Menschen getötet. Die Angreifer schossen bei der Kundgebung in der Hauptstadt Colombo in die Menge, kurz nachdem Finanzminister Ravi Karunanayake die Veranstaltung verlassen hatte, teilte die Polizei mit.

Die Bewaffneten seien in zwei Fahrzeugen angekommen und auch wieder damit geflohen, sagte Polizeisprecher Ruwan Gunasekera. Eine Frau sei bei der Schießerei getötet worden und zwölf weitere Menschen seien mit Verletzungen ins Nationalkrankenhaus von Colombo eingeliefert worden.

Nach Angaben aus dem Krankenhaus war der Zustand der Verletzten lebensbedrohlich. Ermittler riegelten nach Polizeiangaben das Gebiet um den Tatort ab und suchten nach den Fahrzeugen mit den Angreifern. Vize-Premierminister Harsha de Silva zeigte sich schockiert. Im Kurzbotschaftendienst Twitter rief er dazu auf, keine Rückkehr zur Gewalt zuzulassen. "Es wird nicht erlaubt in Frage zu stellen, was wir am 8. Januar erreicht haben", sagte er mit Blick auf die Wahl von Maithripala Sirisena zum Präsidenten.

Der 52-jährige Finanzminister Karunanayake von der regierenden Vereinigten Nationalpartei (UNP) hatte die Kandidatur Sirisenas unterstützt. Sirisena entließ die von seinem Vorgänger Mahinda Rajapakse ernannte Regierung und beteiligte die UNP an einer Minderheitsregierung. Ende Juni löste Sirisena das Parlament auf, das die von der neuen Regierung beschlossenen Reformen regelmäßig blockierte, und rief Neuwahlen für den 17. August aus.

(AFP)
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