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Fernsehstar
Bill Cosby sagt nicht in Missbrauchsprozess aus

Bill Cosby sagt nicht in Missbrauchsprozess aus
Bill Cosby (M.) in Begleitung seiner Frau Camille. Links im Bild Cosbys Anwalt Andrew Wyatt. FOTO: ap
Norristown . US-Schauspieler Bill Cosby hat auf eine Aussage zu seiner Verteidigung in seinem Strafprozess wegen sexueller Nötigung verzichtet.

Der Fernsehstar sagte dem Richter am Montag, er habe diese Entscheidung nach einer Beratung mit seinem Anwalt getroffen.

Die Verteidigung rief am sechsten Verhandlungstag nur einen Zeugen auf: den Kriminalbeamten Richard Schaffer, der 2005 wegen der Vorwürfe ermittelt hatte, dass der Komiker die Klägerin Andrea Constand betäubt und vergewaltigt habe.

Schaffers Aussagen sollten die Geschworenen anscheinend daran erinnern, dass Constand gemeinsam mit Cosby ein Kasino besucht und dass die Polizei gewusst habe, dass er bereits damals Sehstörungen gehabt habe. Schaffer war während der vergangenen Verhandlungstage bereits als einer von zwölf Zeugen der Anklage aufgetreten.

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Schlussplädoyers stehen kurz bevor

Die Geschworenen sollten in Kürze die Schlussplädoyers anhören. Schon am Montagnachmittag (Ortszeit) könnten sie mit ihren Beratungen beginnen.

Richter Steven O'Neill lehnte die Bitte der Verteidigung ab, eine weitere Zeugin zuzulassen. Dabei handelte es sich um eine Frau, die mit Constand an der von Cosby besuchten Temple University gearbeitet hatte.

Cosby wurde von seiner Frau Camille begleitet, als er am Gericht eintraf. Es war das erste Mal während des Prozesses, dass dem 79 Jahre alten Komiker ein Familienmitglied zur Seite stand. Die beiden sind seit 53 Jahren verheiratet und haben vier Töchter.

Constand wirft Cosby vor, ihr 2004 Tabletten zur Betäubung gegeben und sie anschließend sexuell missbraucht zu haben. Nach Darstellung der Verteidigung hatten Constand und Cosby einvernehmlich Sex. Cosby droht eine Haftstrafe bis zum Lebensende.

(ap)
 
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