Generäle lehnen jedoch US-Militärhelikopter ab: Birma erlaubt Hubschrauberflüge für Zyklonopfer
zuletzt aktualisiert: 21.05.2008 - 06:35Rangun (RPO). US-Militärhelikopter lehnen die Machthaber in Birma zwar weiterhin ab, aber der Einsatz von Hubschraubern für Hilfsflüge in die vom Zyklon Nargis zerstörte Gebiete soll in Birma jetzt erlaubt werden.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte am Dienstag in New York kurz vor seiner Abreise in die Katastrophenregion, dass die Regierung den Einsatz von neun Hubschraubern genehmigt habe.
Er geht nach eigenen Worten davon aus, dass auch die Erteilung von Visa für ausländische Helfer beschleunigt wird. "Ich bin zuversichtlich, dass die Bemühungen um Nothilfe schnell ausgeweitet werden können." Ban wird am Donnerstag in Birma erwartet.
Staatliche Medien berichteten am Mittwoch in Birma, dass die Junta keine Hilfsgüter von amerikanischen Kriegsschiffen oder Militärhubschraubern akzeptieren werde. Andere Hilfe sei aber willkommen. Die amerikanischen Streitkräfte haben mehrere Hubschrauber auf Kriegsschiffen vor der Küste Birmas und Thailands bereitgestellt.
Von Thailand aus fliegen die USA bereits fünf Mal mit Frachtmaschinen vom Typ C-130 Hercules in die birmanische Hauptstadt Rangun. Die notleidenden Menschen im Irrawaddy-Delta sind von dort aber nur schwer zu erreichen. Auch mit Hilfsgütern beladene Marineschiffe aus Frankreich und Großbritannien warten vor der birmanischen Küste.
Nach UN-Schätzungen brauchen nach dem Zyklon "Nargis" vor zweieinhalb Wochen mindestens 1,4 Millionen Menschen dringend Hilfe. Von den 2,4 Millionen Zyklon-Opfern seien bislang nur 500.000 erreicht worden, erklärten die UN. Die offizielle Zahl der Opfer liegt bei 78.000. Zusätzlich werden 56.000 Menschen vermisst. Die wirtschaftlichen Schäden gibt die Militärregierung mit mehr als zehn Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro) an.
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