Tests sollen Verdacht klären: Blauzungenkrankheit erstmals in Großbritannien festgestellt
zuletzt aktualisiert: 23.09.2007 - 16:23London (RPO). Die für Wiederkäuer gefährliche Blauzungenkrankheit ist in Großbritannien aufgetreten. Tests sollen klären, ob eine Kuh auf dem Hof bei Ipswich tatsächlich mit dem Virus infiziert ist. Das Landwirtschaftsministerium teilte mit, sollte sich das Virus auf andere Tiere ausbreiten, werde eine Sperrzone um den betroffenen Hof errichtet.
Die Blauzungenkrankheit ist in jüngster Zeit in Deutschland, den Niederlanden und Belgien aufgetreten. Sie ist für den Menschen ungefährlich. Für Rinder und besonders Schafe, die davon betroffen sind, kann die Infektion tödlich sein. Die Krankheit wird von einer Mücke übertragen, die es bislang nur im Mittelmeerraum gab. Infolge steigender Temperaturen hat sich das Insekt nach Angaben von Experten mittlerweile auch in Nordeuropa angesiedelt.
Nach der Bestätigung eines sechsten Falls von Maul- und Klauenseuche in Südengland berief Premierminister Gordon Brown am Samstag eine Krisensitzung der Behörden ein. Dabei sei eine Bestandsaufnahme nach den jüngsten Entwicklungen gemacht worden, teilte eine Regierungssprecherin mit.
Auf dem betroffenen Bauernhof in Surrey südlich von London sollten alle etwa 40 Tiere getötet werden, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte. Der Hof befindet sich innerhalb einer Schutzzone bei Egham, wo in der Nachbarschaft eines Labors für Tiermedizin die hochansteckende Tierseuche erstmals aufgetreten war. Es war der vierte Fall von Maul- und Klauenseuche in den vergangenen neun Tagen.
Bei dem neuen Ausbruch handelt es sich den Behörden zufolge um den gleichen Virus wie bei den Fällen im August. Seit dem ersten Ausbruch der Seuche Anfang vergangenen Monats wurden etwa 1.800 Tiere getötet.
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