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Bombenanschlag in Thailand
Verdächtiger gesteht Besitz von Sprengstoff

Schwerer Anschlag im Zentrum von Bangkok
Schwerer Anschlag im Zentrum von Bangkok FOTO: afp, PK/RAB
Bangkok. Drei Wochen nach dem folgenschweren Bombenanschlag in Thailands Hauptstadt Bangkok hat einer der beiden festgenommenen Verdächtigen nach Polizeiangaben den Besitz von Sprengstoff gestanden.

Der vergangene Woche an der Grenze zu Kambodscha festgenommene Mann sei geständig gewesen, teilte Polizeisprecher Prawut Thavornsiri am Montag in Bangkok mit. Der Verdächtige trug bei seiner Festnahme einen chinesischen Pass bei sich, in dem ein Geburtsort in der Region Xinjiang genannt wird. Dort lebt die Minderheit der turksprachigen Uiguren.

Nach dem Anschlag auf den Erawan-Schrein in Bangkok, bei dem am 17. August 20 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt wurden, haben die Behörden zwei Verdächtige festgenommen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen waren sie beide nicht die eigentlichen Bombenleger, sondern gehörten zu einen Netzwerk von Tätern, die den Anschlag gemeinsam verübten. Der zweite Verdächtige war in einer Wohnung in einem Vorort von Bangkok festgenommen worden. Bei ihm wurden Materialien zum Bau von Sprengsätzen und dutzende gefälschte türkische Pässe gefunden.

Das Motiv für den Anschlag ist weiter unklar. Zu den Hypothesen für die Hintergründe zählt auch ein Racheakt für die Zwangsausweisung von Uiguren nach China.

(AFP)
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