1999 wurde Josef F.s Keller untersucht: Brandschutzprüfer übersah das Verlies
zuletzt aktualisiert: 30.04.2008 - 13:48Amstetten (RPO). Die Gefangenschaft der Tochter von Josef F. hätte schon vor neun Jahren vorbei sein können - damals untersuchte ein Brandschutzprüfer einen Heizkessel im Keller von Josef F., gleich neben ihrem Verlies. Doch dieses war offenbar zu gut versteckt, um bemerkt zu werden.
Nach Angaben von Hermann Gruber, Sprecher von Amstettens Bürgermeister Herbert Katzengruber, wurden die Heizkessel zuletzt im Jahr 1999 untersucht. Die Brandschutzprüfung fand jedoch in einem "eigenen, abgeschlossenen" Heizraum außerhalb des geheimen Verstecks statt. Der Zugang zu dem Verlies von Elisabeth F. und drei ihrer sieben vom eigenen Vater gezeugten Kinder sei damals mit einem Regal verstellt gewesen, sagte der Sprecher weiter.
Das jahrzehntelange Doppelleben von Josef F., der seine Tochter Elisabeth 24 Jahre lang ein einem Keller eingesperrt hatte, hatte die Frage aufgebracht, warum offenbar niemand etwas bemerkt hatte. Die Polizei interessiert sich in diesem Zusammenhang für eine elektronisch gesteuerte Tür aus Stahlbeton, die an dem Kellerverlies eingebaut wurde. Die Ermittler versuchen herauszufinden, ob oder wie ein einzelner Mann diese hatte einbauen können.
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