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Katastrophe in Brasilien
50 Millionen Tonnen Giftschlamm verseuchen Fluss

Riesige Umweltkatastrophe am Fluss Doce in Brasilien
Riesige Umweltkatastrophe am Fluss Doce in Brasilien FOTO: afp, es/ii
Mariana. Brasilien kämpft gegen die Folgen einer riesigen Umweltkatastrophe. Vor drei Wochen brach der Damm an einem Eisenerz-Bergwerk - 50 Millionen Tonnen Giftschlamm liefen aus und verseuchen nun den Fluss Doce. 

Der Schlamm aus dem geborstenen Klärbecken der Mine habe in den Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo den Fluss erreicht, berichtete das Portal UOL unter Berufung auf die Umweltbehörde. 

UN-Experten hatten zuvor die brasilianische Regierung und das betroffene Bergbauunternehmen aufgerufen, angesichts der Gefahr durch giftige Substanzen umgehend Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der Menschen in dem Gebiet zu treffen. Durch das Bersten des Beckens seien 50 Millionen Tonnen Eisenerz-Abfälle ausgelaufen, die giftige Schwermetalle und Chemikalien enthielten, hieß es in einer Mitteilung.

"Das Ausmaß des Umweltschadens entspricht 20.000 olympischen Schwimmbecken mit Giftschlamm", sagte UN-Experte John Knox. In einem großen Gebiet seien der Boden, die Flüsse und das Wassersystem kontaminiert worden. 

Bei dem Dammbruch am 5. November waren 13 Menschen ums Leben gekommen, weitere elf werden noch vermisst. Die Schlammlawine hatte die rund 600 Einwohner zählende Ortschaft Bento Rodrigues, 250 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro, überrollt. 

(csi/dpa)
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